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Wettbewerb

12.08.2015

Ein Friedhof der Würde und Natur

Der Friedhof im Jahr seiner Eröffnung (Bild unten). Bürgermeister Robert Sturm hat dieses Foto im Gemeindearchiv Ettringen gefunden. So schön eingewachsen präsentiert sich die Anlage heute (Bilder oben).

Preis des Kreisverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege erhalten

In der Vergangenheit hatte sich der Gemeinderat Ettringen immer wieder intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, wie der in den 50er Jahren entstandene, parkartige Friedhof mit einem Urnenbestattungsangebot erweitert werden kann. Die gelungene Umsetzung sowie der hervorragende Gesamteindruck der Friedhofsanlage brachte der Gemeinde jetzt einen zweiten Platz im Wettbewerb „Unser Friedhof-Ort der Würde, Kultur, Natur“ des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Unterallgäu ein.

Der ursprüngliche Friedhof befand sich traditionell rund um die Kirche. Als der Platz dort nicht mehr ausreichte, wurde im Jahr 1952 der neue Friedhof eingeweiht. Die Besonderheit des Friedhofs ist seine symmetrische Anlage und sein mittlerweile mächtiger Baumbestand. Die angelegten Bäume sind knapp 60 Jahre alt und geben dem Friedhof sein Gepräge. Durch viele Hecken sind Nischen entstanden, wo die Friedhofsbesucher ungestört sind. Trotzdem wirkt der Friedhof offen – nach Westen öffnet sich der Blick über Felder und Wiesen bis zu einem entfernten Wald. Es ist eine Oase der Ruhe und Besinnung entstanden.

Wie Bürgermeister Robert Sturm berichtet, war es den Gemeinderäten bei der Neugestaltung der Grabbereiche besonders wichtig, die herkömmliche Erdbestattung integrierend mit den Formen der Urnenbestattungen zu kombinieren, sodass es zu keinem schroffen Bruch mit den Traditionen kam.

Etwas Besonderes ist der im Jahr 2013 geschaffene ein „In-memoriam-Garten“, der die Problematik der aufgelassenen Gräber im Altbereich des Friedhofs löste und eine ästhetische, in die Natur integrierte Möglichkeit der Urnenbestattung anbietet. Weitergeführt wurden auch die Urnenhäuschen, wobei sich der Memorian-Garten größerer Beliebtheit erfreut. Schon bald soll es laut Bürgermeister einen zweiten „Garten“ dieser Art geben.

„Der zweite Platz im Wettbewerb ist eine Anerkennung der Arbeit des Gemeinderates, der sich in vielen Sitzungen mit der Thematik befasst hat und bestätigt uns, dass wir bei der Gestaltung den richtigen Weg gegangen sind“, so Robert Sturm.

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