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Kreistag

04.08.2012

Ein Klimaschutzmanager fürs Unterallgäu

Die CO2-Emissionen sind ein Problem im Unterallgäu. Ein Klimaschutzmanager soll Energie einsparen helfen.
Bild: dpa

Die politischen Fraktionen sind sich einig: Ein Manager soll die Zügel in Sachen Energiewende in die Hand nehmen.

Ein eigener Klimaschutzmanager soll das druckfrische Energiekonzept des Landkreises Unterallgäu in den nächsten Jahren schrittweise in die Praxis umsetzen und fortentwickeln. Ab 2013 wird eine zusätzliche Personalstelle dafür geschaffen. Voraussetzung ist, dass die beantragte Förderung durch das Bundesumweltministerium bewilligt wird.

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In diesem Fall würde das Ministerium 65 Prozent der zusätzlichen Personalkosten für den Klimaschutzmanager übernehmen.

Einig waren sich die Kreisräte, dass die Fäden in Sachen Energiepolitik zumindest für die nächsten drei Jahre bei einem Klimaschutzmanager zusammenlaufen sollen. Für die Stelle sprach sich auch Landrat Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler) aus.

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Aus Sicht von Roswita Siegert, CSU-Fraktionsvorsitzende, soll der Klimaschutzmanager künftig „Motor für eine nachhaltige Entwicklung im Bereich der Energieeffizienz und des Klimaschutzes“ sein. Auch Alfons Biber von den Freien Wählern befürwortete, dass der Klimaschutz des Landkreises von einer zentralen Stelle aus koordiniert wird. Er forderte, dass die Bürger bei den anstehenden Entscheidungen mitgenommen und über die energiepolitischen Ziele der nächsten Jahre aufgeklärt werden. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Helfert sind die Investitionen, die der Landkreis für den Klimaschutz tätigt, Investitionen in die Zukunft. Helfert forderte, dass sich die Wirtschaft im Sinne des Verursacherprinzips an den Kosten angemessen beteilige, da sie die meiste Energie im Landkreis verbrauche und der größte Verursacher von CO2-Emissionen sei.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Doris Kienle, appellierte, dass das Klimaschutzkonzept kein Papiertiger werden dürfe, sondern rasch in die Praxis umgesetzt werden müsse. „Wir haben keine Zeit“, sagte sie. Rosina Rottmann-Börner (ödp und Bürger für die Umwelt) verwies auf die Vorbildfunktion des Landkreises in energiepolitischen Fragen. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, sagte sie und forderte gleichzeitig die Gemeinden auf, mit gutem Beispiel voranzugehen.

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