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Mindelheim

11.10.2019

Ein Mindelheimer Urgestein wird 90 Jahre alt

Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Wawra gratulierte dem Mindelheimer Urgestein Anton Steinmaier zu seinem 90. Geburtstag.
Bild: Gutmann

Der Geschäftsmann Anton Steinmaier blickt auf ein bewegtes Leben zurück.

Anton Steinmaier gehört zu den Mindelheimer Urgesteinen und kann auf 90 Jahre Stadtgeschichte zurückblicken. An seinem runden Geburtstag erinnerte sich der Jubilar, der geistig noch topfit ist, an die nicht immer leichten Jahre. Um Soldat im Zweiten Weltkrieg zu werden war er zu jung, doch Steinmaier musste als Helfer zum Volkssturm, etwa um Verwundete zu betreuen. Sein Vater, der in Mindelheim ein kleines Taxi- und Busunternehmen hatte, aber auch Reparaturarbeiten ausführte, musste mit dem Bus Soldaten transportieren und wurde auch als Soldat eingezogen.

Nach dem Krieg hatten die Steinmaiers dann wieder das erste Taxiunternehmen in Mindelheim und Anton Steinmaier erhielt mit 16 Jahren die Sondergenehmigung, den Führerschein zu machen, um dem kranken Vater zu helfen. Anton machte eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, lernte zunächst in Mindelheim, aber auch in Betrieben in Augsburg und München. Das erste Geschäft von Steinmaiers Vater war in der Mindelheimer Maximilianstraße, wo heute im „San Marco“ Eis verkauft wird. Nachdem die Räumlichkeiten zu klein wurden, zog die Firma um in die Landsberger-Straße. Anton Steinmaier hat dort ein Autohaus für Ford aufgebaut und 20 Jahre lang geführt. Heute führen auf dem Gelände die zwei Söhne von Anton Steinmaier den „Radpavillon“.

Anton Steinmaier gab der Stadt Tipps für Parkmöglichkeiten in Mindelheim

Man kennt ihn in Mindelheim und er kennt sich aus in seiner Stadt. Wie Gratulant Hans-Georg Wawra verriet, gab Steinmaier immer wieder gute Tipps, wo in Mindelheim geeignete Flächen für weitere Parkmöglichkeiten liegen.

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Seine Frau Inge lernte er beim Eislaufen in Sonthofen kennen und sie heirateten 1961. Seit dem Sommer ist er Witwer, seine Frau starb nach längerer Krankheit. Steinmaier hat zwei Söhne, eine Tochter und vier Enkelkinder. Leider ist er an Parkinson erkrankt und so kann er nicht mehr Auto fahren und auch das Laufen wird schwieriger. Früher sei er auch viel Rad gefahren, berichtet er. Auch Wanderausflüge in die Berge Südtirols oder in die Schweiz habe er früher gern mit dem Alpenverein unternommen.

Über die Glückwünsche des Zweiten Bürgermeisters auch im Namen des Landrates freute Steinmaier sich sichtlich. Etliche Geschenke schmückten schon das Wohnzimmer und das Telefon läutete ein ums andere Mal, weil viele Gratulanten dem stadtbekannten Mindelheimer Geschäftsmann zu seinem 90. Geburtstag gratulieren wollten. (ug)

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