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Jahreskonzert

25.11.2016

Ein Ritt auf der Ziege und ein Flug über die Heimat

Mit einem bunten Programm erfreuten die Musiker in Apfeltrach ihr Publikum beim Jahreskonzert. Besonders beklatscht wurde die Uraufführung der Polka, die 2015 ein Geburtstagsgeschenk für Dirigent Josef Bauer gewesen ist.
Bild: Tina Schlegel

Die Musiker in Apfeltrach präsentieren ein vielfältiges Repertoire und ernten dafür viel Beifall

Der Wettergott war ihnen auch in diesem Jahr wieder hold: Es war ungewöhnlich warm, als der Musikverein Apfeltrach seine zahlreichen Besucher zum Jahreskonzert in der ungeheizten St.-Leonhardskirche in Apfeltrach empfing. Das Programm war wieder bunt und vielseitig. Es gab sogar die Uraufführung einer Komposition, die 2015 verschenkt wurde.

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Josef Bauer, Dirigent im Musikverein Apfeltrach hatte 2015 zu seinem 35-jährigen Jubiläum dieses Stück geschenkt bekommen. Eine Polka hatte er sich gewünscht von dem aus Mussenhausen stammenden Komponisten Michael Schiegg. Und jetzt war endlich die mit Spannung erwartete Premiere. Ein temperamentvolles und beschwingtes Stück ist es geworden, die Polka „Auf’m Gaisrucka“, die Bauer mit sichtlicher Freude dirigierte. Wunderschön aber auch das langsame und melodiöse „Patria – Aria for Winds“, eine Auftragskomposition vom Musikverein Legau zum 225-jährigen Jubiläum an den aus Nordrhein Westfalen stammenden Komponisten Thiemo Kraas. Kraas war bei seinen Besuchen vom Allgäu und dem Heimatgefühl der Menschen in dieser Region zutiefst beeindruckt und hat versucht, dies in seiner Musik auszudrücken. Sein Werk „Patria“ ist wie ein langsam gleitender Flug über die Landschaft, sehnsüchtig und verträumt. „Patria“ war das zweite Stück, das das Orchester spielte. Die Eröffnung war die „Jubiläumsfanfare“ von Kees Vlak, der das Stück 2014 anlässlich seiner goldenen Hochzeit komponiert hatte. Das passte gut, auch wenn der Musikverein noch keine 50 Jahre besteht, so feierte er dennoch in diesem Jahr ein großes Jubiläum: sein 40-jähriges Bestehen.

Mit dem „TV-Kultabend“, einem Mix aus TV-Songs, arrangiert von Manfred Schuster, entführte das Orchester in den Schwarzwald und in die Lindenstraße und in viele weitere Fernsehserien der letzten Jahrzehnte. Julia Fröhlich führte erneut souverän und unterhaltsam durch das Jahreskonzert und durfte auch zwei neue Musikerinnen auf der Bühne vorstellen: Marika Andersen und Lorena Csokas (beide Saxofon), Csokas wurde außerdem für ihre bestandene D1-Prüfung geehrt.

Schöne Solo-Auftritte absolvierten Carolin Bauer und Florian Fröhlich in „Midnight Tears“ von Miroslav Kolstrunk jun. in einem Arrangement von Manfred Schneider. Vor allem der klare, starke Ton von Bauer fiel dabei auf. Den Abschluss machte der „Fliegermarsch“ aus der Operette „Der fliegende Rittmeister“ von Herrmann Dostal, denn eins ist klar: Ein Marsch darf in einem Jahreskonzert gewiss nicht fehlen. Entsprechend energiegeladen spielte hier das Orchester auf und freute sich anschließend über den lang anhaltenden Beifall in der vollbesetzen Kirche. Natürlich gaben die Musiker gern noch zwei Zugaben. (tisch)

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