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29.09.2009

Ein Traumtag für Pfaffenhausen

Pfaffenhausen (hlz) - Dieser letzte September-Sonntag dürfte in Pfaffenhausen als Traumtag in die Ortsgeschichte eingehen. Kein Wölkchen trübte den blauen Himmel, die Sonne strahlte und um die 10 000 Besucher ließen sich von der heiteren Jahrmarktstimmung beim traditionsreichen Michaelimarkt anstecken. Bummeln, schauen, ratschen, kramen und kaufen war angesagt. Alles gab es in den Buden - von rotbackigen Äpfeln bis zu duftenden Gewürzen. Rund 130 Fieranten säumten die lange Marktstraße und in den Pfaffenhausener Geschäften drängten sich ebenfalls die Kunden, um sich nach Sonderangeboten und Neuheiten umzuschauen. Auch der Flohmarkt der Arbeiterwohlfahrt zog Sammler und Kruschtler an.

Was Pfaffenhausen an diesem Tag noch besonders auf die Beine stellte, war ebenfalls ein "Traum". Der Marktflecken feierte parallel zum Herbstmarkt das 100-jährige Bahnjubiläum - und dies mit fantasievollen Beigaben. Da gab es auf dem Raiffeisenareal eine regionale Oldtimerschau mit alten Fahrzeugen von Opas Fahrrad über alte Motorräder, Isettas und Unimogs bis hin zu Traktoren vieler Generationen. Auch seltene orange "Porsche-Bulldog" waren vertreten und konkurrierten als Blickfang mit dem "Weltstar aus heimischer Produktion: Der Pfaffenhausener Automobilhersteller Ruf zeigte seinen Elektro-Porsche und stellte ihn für Sonderfahrten zur Verfügung. Am Viehmarktplatz war ein originelles "Musiker-Café" errichtet, wo man im Schatten der Kastanien gemütlich rasten konnte. Auch den Tierfreunden war etwas Besonderes geboten. Im Hofraum von Schmid- Leinauer präsentierte der Kleintierzuchtverein Mindelheim prächtige Hasen und bunte Hühner. Ein kleiner Streichelzoo für die Kinder war ständig von Streichlern frequentiert.

Die Dampflok wurde mit Musik und Böllern begrüßt

Ansonsten war am Bahnhof "der Teufel los". Hier fuhr kurz nach 11 Uhr ein Original-Dampfzug fauchend und rauchend ein. Er wurde von der Blaskapelle Pfaffenhausen musikalisch begrüßt und von begeisterten Dampfzugfreunden regelrecht gestürmt. Auf seiner ersten Fahrt nach Mindelheim wurde der Nostalgiezug mit seinen Fahrgästen auch in Nassenbeuren von Böllerschützen lautstark willkommen geheißen. Insgesamt fuhr der Dampfzug dreimal zwischen Pfaffenhausen und Mindelheim hin und her.

Ein Traumtag für Pfaffenhausen

Während die Lok in Pfaffenhausen von der Feuerwehr mit Wasser versorgt wurde, sorgten auf dem Bahnhofsplatz die Arbeiterwohlfahrt mit einer "Bahnhofsrestauration" sowie ein Ausschankwagen der Handels- und Gewerbevereinigung für die Versorgung der wartenden und rastenden Zugpassagiere und Zaungäste. Hier drehte sich auch unaufhörlich ein Glücksrad, das den Glückspilzen eine große Zahl von kleinen Gewinnen in den Pfaffenhausener Geschäften bescherte. Dicht belagert war auch ein Nostalgie-Fotograf, wo man sich mit Gewändern der Eisenbahn-Gründerzeit ablichten lassen konnte. Originell war auch die Idee, vor den Bahnhof einen alten Bauernwagen als Gepäckabholer und Frachtguttransporter, gezogen von einem historischen Lanz-Bulldog, abzustellen.

Schließlich war es für alle Heimat- und Eisenbahnfreunde ein Muss, die Ausstellung der Freunde Pfaffenhausens in der Schranne zu besuchen, wo über 200 Fotografien und Dokumente von der 100-jährigen Eisenbahn-Ära im Mindeltal erzählten.

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