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09.09.2011

Ein deutliches „Ja“ zur Kreisklinik Mindelheim

Der Vorstand des neu gegründeten „Fördervereins Kreisklinik Mindelheim“ (von links): Dietmar Wagner, Dr. Georg Steber, Dr. Stephan Winter, Dr. Manfred Nuscheler, Manuela Kuhn, Anton Jall, Klaus Holetschek, Dr. Albert Wanner, Erich Schmidt und Frank Kabisch.
Bild: Foto: Baumberger

Neu gegründeter Förderverein will die Bevölkerung stärker an das Krankenhaus binden

Mindelheim Geburten sind am Mindelheimer Klinikum nichts Ungewöhnliches – es sei denn, es kommt kein kleiner Mensch, sondern ein Verein zur Welt. Im Casino des Hauses wurde nun der „Förderverein Kreisklinik Mindelheim“ geboren. Er ist bereits über 90 Mitglieder stark, seine Größe soll sich künftig erweisen.

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Sein Zweck jedenfalls ist, wie es in der Satzung wenig niedlich heißt, „die Förderung von Einrichtungen der Kreisklinik Mindelheim innerhalb der medizinischen Versorgungsregion Unterallgäu/Memmingen im medizinischen, pflegerischen und personellen Bereich sowie die Verankerung des Klinikstandortes Mindelheim im Bewusstsein der Bevölkerung“.

Vater des Gründungsgedankens war Chefarzt Dr. Manfred Nuscheler, der sich zwecks Geburtshilfe an Mindelheims Bürgermeister Dr. Stephan Winter und Bad Wörishofens Bürgermeister Klaus Holetschek wandte. Beide stehen hinter dem Verein: Die Klinik sei ein wichtiger Standortfaktor für Mindelheim und Bad Wörishofen, aber auch den übrigen östlichen Landkreis, so Winter. Sie biete hochwertige, wohnortnahe medizinische Versorgung. Das gelte es, auch im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

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Zwar kommen bereits jetzt 90 Prozent der Patienten aus dem Landkreis, bei planbaren Operationen entscheiden sich aber bis zu 60 Prozent der Bürger für ein anderes Krankenhaus. Winter möchte den Förderverein deshalb als „Scharnier zwischen Bevölkerung und Krankenhaus“ etablieren.

Chefarzt Nuscheler stellte die Ziele des Vereins unter die Schlagworte „fördern“, „erhalten“ und „weiterentwickeln“. Für die rund 400 Mitarbeiter sei es motivierend, wenn sie angesichts der extremen Konkurrenz im Krankenhaussektor Bürgersinn erführen. Daneben gelte es die Leistungen zu erhalten, die 24 Stunden am Tag das ganze Jahr über abrufbar seien wie beispielsweise der Notarztstandort, die Notaufnahme und die Geburtshilfe. „Das sind Dinge, die zur Disposition stehen könnten“, so Nuscheler.

Wenn es nicht gelinge, die Bevölkerung an das Krankenhaus zu binden, „steht womöglich das Ganze auf dem Spiel“. Um der Klinik im umkämpften Markt eine starke Position zu sichern, müsse sie sich außerdem ständig weiterentwickeln.

Dazu gehöre auch, in das „Wohl und den Komfort der Patienten“ zu investieren. So nannte Nuscheler als mögliche, ganz konkrete Förderprojekte etwa die Anschaffung stabiler Vierpunkt-Rollatoren, neuer Trainingsgeräte für die Physiotherapie sowie eines transportablen Ultraschallgerätes.

Zunächst jedoch musste der Verein gegründet und der Vorstand gewählt werden. Eine Liste mit Vorschlägen hatten Nuscheler, Holetschek und Winter bereits vorab ausgearbeitet und stellten sie, da die Versammlung keine anderen Kandidaten nominierte, gesammelt zur Abstimmung.

Das einstimmige Ergebnis: Vorsitzender ist Anton Jall, Vorstand der Genossenschaftsbank Unterallgäu. Als Stellvertreter fungieren Dr. Stephan Winter und Klaus Holetschek. Schatzmeister ist der Steuerberater Frank Kabisch aus Bad Wörishofen, als Rechnungsprüfer stellten sich seine Kollegen Erich Schmidt und Dr. Albert Wanner zur Verfügung. Das Amt des Schriftführers übernimmt Dietmar Wagner. Beisitzer sind Dr. Manfred Nuscheler, der Mindelheimer Arzt Dr. Georg Steber und, als Vertreterin der größten Berufsgruppe im Krankenhaus, die stellvertretende Pflegedienstleiterin Manuela Kuhn. Als Motto des Fördervereins gaben sie aus: „Wir sagen Ja zur Kreisklinik Mindelheim.“ "Kommentar

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