1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Ein erster Bürgermeister-Kandidat für Kirchheim

Kirchheim

29.07.2019

Ein erster Bürgermeister-Kandidat für Kirchheim

Marktrat Ernst Striebel will in Kirchheim Bürgermeister werden.
Bild: home

Restaurator und Marktrat Ernst Striebel will Bürgermeister in Kirchheim werden. Er verrät, wie die Entscheidung gefallen ist und was er vorhat.

Vor gut einer Woche hat Bürgermeister Hermann Lochbronner der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass er sich bei der Kommunalwahl 2020 in Kirchheim nicht mehr aufstellen lassen wird. (Hier erfahren Sie mehr: Bürgermeister Hermann Lochbronner hört auf ) Nun meldet sich der Erste, der seine Nachfolge antreten möchte: Ernst Striebel aus Kirchheim, 45 Jahre alt – und seit 18 Jahren im Marktrat.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Späße, dass er einmal Bürgermeister werden könnte, hat man bei ihm zuhause immer mal wieder gemacht, berichtet Striebel. Nachdem Bürgermeister Hermann Lochbronner aber in der Gemeinderatssitzung seinen Rückzug verkündet hatte, wurde aus dem Spaß schnell Ernst: Noch in derselben Nacht hat Striebel lange mit seiner Frau Jessica gesprochen, morgens um halb drei fiel dann die Entscheidung: Er wird sich nominieren lassen.

Ernst Striebels Sohn glaubt, dass sein Vater ein guter Bürgermeister ist

Der selbstständige Diplom-Restaurator begann, die Bürgermeister und die Markträte durchzutelefonieren. Etliche waren von seiner Entscheidung überrascht, berichtet er, doch sie hätten ihn darin bestärkt. Sein zehnjähriger Sohn Sebastian war anfangs eher noch skeptisch. Er befürchtete, sein Vater habe als Bürgermeister weniger Zeit für ihn. Doch Ernst Striebel konnte seine Bedenken offenbar zerstreuen, denn nach ein paar Tagen gab auch der Bub sein Okay: „Ich habe es mir gut überlegt, ich bin dafür, dass du das machst, weil ich glaube, dass du das kannst.“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Davon ist auch Ernst Striebel überzeugt: Er habe in den 18 Jahren als Marktrat gesehen, wie der Hase läuft und wo es Möglichkeiten gibt, etwas zu tun, sagt er. Diese Gestaltungsspielräume wolle er nutzen, denn Kirchheim liege ihm am Herzen: „Mir ist es wichtig, was zu bewegen. Ich mag nicht nur Verwalten.“ Die Kirchheimer kennen ihn als Mitorganisator des Marktfestes, als (Mit-)Initiator des Mariensingens in Tiefenried, des Fördervereins der Grund- und Mittelschule sowie von Säuberungsaktionen in der Natur. Auch ein Buch über die Geschichte des Fuggermarkts hat er veröffentlicht: Heimatforschung gehört zu seinen Hobbys – neben dem Musizieren und dem Reiten.

Ernst Striebel will sich in Kirchheim und den Ortsteilen für die Ortskerne einsetzen

Als wichtigste Aufgabe in Kirchheim und seinen Ortsteilen sieht Striebel die Innenentwicklung: Dazu gehört in seinen Augen nicht nur die Optik, sondern auch die soziale Struktur. „Ich möchte versuchen, die Leute für ihre Dörfer zu begeistern“, sagt er. Während die Neubaugebiete wachsen, würden die Ortskerne immer leerer. Ihm schwebt ein Bürgerbeteiligungsprozess vor, um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Auch wenn er im Ort als Heimatkundler bekannt sei und selbst ein Haus aus dem Jahr 1574 restauriert habe, so muss in seinen Augen nicht jedes alte Gebäude zwingend erhalten werden.

In der Verwaltungsgemeinschaft mit Eppishausen sieht Striebel Chancen, Dinge gemeinsam anzupacken. Er will die Internetpräsenz des Marktes vorantreiben und das Rathaus barrierefrei machen. Das schon lange angedachte Gewerbegebiet soll unter ihm Wirklichkeit werden. Auch für andere infrastrukturelle Themen wie Schule, Kindergarten oder den Bau von Elektro-Tankstellen will sich der 45-Jährige einsetzen – alles immer „für und mit Kirchheim und seinen Ortsteilen“, wie er mehrfach betont.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren