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Jahreskonzert

15.03.2018

Ein gelungener Abschied nach Noten

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Anspruchsvoll und abwechslungsreich war das Jahreskonzert des Musikvereins Bedernau in der voll besetzten Sporthalle.

Nach achteinhalb Jahren legt Dirigentin Nicole Simon in Bedernau ihren Taktstock nieder. Zusammen präsentierten die Musikanten noch einmal ein Konzert der Extraklasse

Gänsehaut-Momente gab es beim Jahreskonzert des Musikvereins Bedernau viele. Das lag zum einen an den musikalischen Darbietungen und zum anderen an Dirigentin Nicole Simon, die ihren Taktstock in der Blaskapelle in nächster Zeit abgeben wird. An wen, ist offen. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.

Mehrere Gründe haben sie zu dem Schritt bewegt, sagt sie ganz offen. „Es waren die schönsten achteinhalb Jahre, die ich je hatte, doch irgendwann kommt der Tag, dass sich die Wege trennen.“ Sie war gerne in Bedernau und blickt dankbar an den Tag zurück, als sie 2009 ins Probelokal gekommen war. „Ich habe mich in der ersten Sekunde aufgenommen gefühlt und viele Musikerinnen und Musiker sind zu sehr guten Freunden geworden“, bedankt sich die 29-Jährige, die seit Kurzem das Amt der ASM-Bezirksdirigentin bekleidet. Gemeinsam konnten sie viele Erfolge erzielen. Auch der Vorsitzende des Musikvereins, Klaus Bäurle, sprach von „Liebe auf den ersten Blick“. Schnell habe sie den „Haufen“ unter Kontrolle gehabt und sie seien gemeinsam musikalisch gewachsen.

ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster machte in seiner Ansprache auf die vielen Erfolge aufmerksam, so habe das Blasorchester im letzten Jahr die Qualitätsehrung des Bayerischen Blasmusikverbandes erhalten. „Nur wenige Kapellen können auf diese Auszeichnung blicken und Nicole hat die Kapelle zu dem gemacht, was sie heute ist.“ Mit langem Applaus und dem Stück „Eventide Fall“ bedankten sich „ihre“ Musiker bei der Dirigentin für ihr Engagement. Sogar ASM-Präsident Franz Josef Pschierer war gekommen und schloss sich den Lobeshymnen an.

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Temperamentvoll eröffnete das Bläserensemble das Konzert mit der gewaltigen Fanfare „A little Opening“, wo die Register zu einem Ganzen verschmolzen und mit einem furiosen Trommelwirbel endete.

Die Suite „Fiskinatura“ gehört zur modernen symphonischen Blasmusik und verlangt vom Orchester größte Konzentration.

Mit dem fetzigen „Mercury-Marsch“ hatten die Holzbläser alle Hände voll zu tun. Doch auch das tiefe Blech hatte einen wichtigen Part. „Sonst wär’ es ja kein g’scheider Marsch“, formulierten es die sympathischen Moderatorinnen Pia Haggenmüller und Melanie Eberle treffend.

Majestätisch intoniert wurde die „Alpina Saga“ von Thomas Doss die an Melodien-Intensität fast nicht übertroffen werden konnte, was nicht zuletzt der stimmlichen Untermalung der Musiker zu danken war.

Mit „Toto in concert“ riss die Musikkapelle die Zuhörer gleich gewaltig aus der Pausen-Lethargie und verwandelte die Klassiker „Childs Anthem“ oder „Rosanna“ in kraftvolle Blasmusik. Untermalt wurde das glanzvolle Stück von Fabian Zedelmeiers Gesang.

Als die Lichter in der Sporthalle dunkel wurden, kam eine mystisch und geheimnisvolle Stimmung auf. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Kirchenchors Bedernau durften die Zuhörer bei Kerzenschein den gregorianischen Klassiker „Ameno“ lauschen, der für Beifallsstürme sorgte. Keinen leichten Part hatte Solist Michael Leinsle auf seinem Euphonium bei „Song for Ina“, der die beeindruckende Klangfülle jedoch bestens meisterte.

Beim Marsch „Gloria Patri“ und der Polka „Gerlinger Zeiten“ wurde die Vielfältigkeit der traditionellen Blasmusik deutlich.

Vor Energie und Leidenschaft sprühte die Kapelle bei „Lord of the dance“ und das grandiose Rhythmikgefühl sorgte für echten Hörgenuss. Die Zuhörer in der voll besetzten Sporthalle klatschten ausdauernd und bekamen zum Dank noch mehrere Zugaben.

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