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Musikantentreffen

08.06.2017

Ein klangvolles Gemeinschaftserlebnis

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Eva Füger stellte ihre selbst entwickelte „Lautele“ vor und Eva Bodanowitz spielte auf der Hakenharfe.

100 Teilnehmer in der Klangwerkstatt finden, Musik ist zu schade, um sie den Profis zu überlassen

Ein Mann mit vielen Seiten und noch mehr Saiten ist Zupfinstrumentenmacher André Schubert, der die Klangwerkstatt in Markt Wald 2003 vom Gründer, Christoph Löcherbach übernommen hat.

Als Krönung der Arbeit durch Musikunterricht, der Bau- und Spielkurse, das Organisieren von kleinen Konzerten und musikalischen Aufführungen, findet jährlich das beliebte „Musikantentreffen“ statt. Zu diesem Event, das heuer bereits zum 23. Mal veranstaltet wurde, trafen sich in der Christoph-Scheiner-Grundschule über 100 Teilnehmer aus ganz Europa zum gemeinsamen Musizieren und Feiern.

Schubert und sein rühriges Team hatten auch diesmal alle Register gezogen, um ein unvergesslich schönes Treffen zu präsentieren. Die Ungezwungenheit, die offensichtlich – trotz reichlich Lerneifer – bei allen Aktivitäten erhalten bleibt, dürfte einer der reizvollsten Punkte bei dieser Begegnung sein. „Musik ist zu schade, um sie den Profis zu überlassen“, zitierte der Leiter der Klangwerkstatt seinen Vorgänger, und fügte hinzu „egal, ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi: Entscheidend ist der Spaß daran, miteinander zu musizieren.“ Dabei sei nicht etwa eine Aufführung das Ziel dessen, was in den Kursen gemeinsam erarbeitet wurde, sondern der Prozess diene rein der Freude der Teilnehmer.

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Überzeugen davon konnten sich Besucher des öffentlichen Abschlussabends im Session-Bereich und beim fröhlichen Gemeinschaftstanz. Dazu animierten mit herrlichen Klangfarben Nyckelharpa-Bauer Johannes Mayr mit „Schlüsselharfe“, Martina Blaschek auf der Geige und André Schubert an einer böhmischen Wanderharfe. Die im Zeichen des Löwen geborene Harfenlehrerin Carola Bodanowitz aus Mindelheim erfreute mit ihrer Eigenkomposition „You meet the lion“, und die Mitarbeiterin der Klangwerkstatt Eva Füger stellte ihr mit einem Freund zusammen entwickeltes neues Instrument, die Lautele vor. Dabei handelt es sich um eine Ukulele, die an die historische Form der Laute erinnert. Christoph Pelgen erzeugte schottische Visionen auf dem Dudelsack und fand außerdem Bewunderung für sein Solo „Mazurka Du Limousin“ auf einem 100 Jahre alten Sopran-Saxophon.

Helen Lyle aus England, Chorleiterin und eine von zwölf Referenten des Treffens, brachte der Gruppe in kürzester Zeit die Melodie zu „Schläft ein Lied in allen Dingen“ von Joseph von Eichendorff bei. Auf dem Turnhallenboden lag nur das Textblatt, und schon ging es los mit wunderbar mehrstimmigem Kanongesang. „Verdauungssingen“ nannte sich das und war nach köstlicher Pizza ebenso sinnvoll wie der „Bewegungstanz“ zu „One love – one voice“.

Zu folkloristischen Klängen fanden sich Tanzfreudige fast jeden Alters, wobei schon die kleinsten Mädchen elfengleich dahinschwebten. André Schubert zog völlig zu Recht Bilanz: „Ein gelungenes Fest.“

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