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21.03.2009

Eine Gemeinde, die aus dem Vollen schöpft

Kirchheim Von Ort zu Ort ziehen derzeit Bürgermeister Hermann Lochbronner und seine Markträte, um in den einzelnen Ortsteilen die obligatorischen Bürgerversammlungen abzuhalten. Und sie bringen gute Nachrichten mit: Der Fuggermarkt brauchte im vergangenen Jahr trotz zahlreicher Investitionen keine neuen Schulden aufnehmen. Im Gegenteil: Die Pro-Kopf-Verschuldung sank zum Jahresanfang auf rekordverdächtige 45 Euro. Insgesamt steht der Markt noch mit 112 000 Euro bei den Banken in der Kreide.

Ausführlich ließ der Bürgermeister zu Beginn seiner Ausführungen nochmals die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Als wichtigste Maßnahmen nannte der Bürgermeister die Baumaßnahmen in der Hauptstraße sowie die Sanierung des Schulhallenbades. Der Verwaltungshaushalt schloss 2008 in Einnahmen und Ausgaben mit 3,19 Millionen Euro und der Vermögenhaushalt mit 5,69 Millionen. Daran sieht man, dass Kirchheim viel verbaut hat.

"Wir haben in den vergangenen sieben Jahren bei der Umsetzung des Generalentwässerungsplanes 7,5 Millionen Euro alleine für die Abwasserbeseitigung ausgegeben", stellte Lochbronner weiter fest. Viel Geld sei im wahrsten Sinne des Wortes im Boden versunken.

Dennoch könne man auf eine erfreuliche Entwicklung bei den Finanzen hinweisen. "Obwohl im Haushalt eine Neuverschuldung in Höhe von 1,8 Millionen Euro vorgesehen war, kamen wir ohne neue Kreditaufnahme aus", freute sich der Bürgermeister. Als Hauptgründe dafür nannte Lochbronner:

Eine Gemeinde, die aus dem Vollen schöpft

l Einige Baumaßnahmen können erst heuer endgültig abgerechnet werden.

l Einige Maßnahmen wie im Hochwasserschutz mussten verschoben werden.

l Das Steueraufkommen stieg bei Einkommens- und Umsatzsteuer.

l Es gab eine erhebliche Gewerbesteuerüberzahlung eines Unternehmens.

Als wichtige Weichenstellung für die Zukunft bezeichnete Lochbronner die Verabschiedung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan.

Viel Geld habe der Markt auch in seine Kinder investiert. Nach Abzug aller Gebühren und Zuschüsse blieben 129 565 Euro an der Gemeindekasse hängen. Dass im Bereich Kinderbetreuung noch weitere Kosten auf die Gemeinden zukommen, machte Lochbronner anhand eines Beispiels deutlich: Da ein Kind unter zwei Jahren nicht untergebracht werden konnte, musste der Markt Kosten in Höhe von 1575 Euro an eine andere Einrichtung bezahlen. Und bis zum Jahre 2012 müssen auch Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen geschaffen werden.

Situation an der Wanzl-Kreuzung soll entschärft werden

Der Bürgermeister kam auch auf die Investitionen in diesem Jahr zu sprechen. So sollen die bestehenden Anwesen im Bereich "Lug ins Land" an die Kanalisation angeschlossen werden. Weiter sollen die Kanäle in der Kirchgasse in Derndorf und eventuell in der Kapellenstraße in Kirchheim erneuert werden.

Als dringliche Baumaßnahme nannte der Bürgermeister die Entschärfung der Situation an der Wanzl-Kreuzung. Hier sollen ein Geh- und Radweg über die Staatsstraße mit entsprechenden Querungshilfen für mehr Sicherheit sorgen. Im Zuge des Umbaues wird der Freistaat die Staatsstraße zwischen Tiefenried und Kirchheim sanieren.

Nach Fertigstellung der Hochwasserschutzmaßnahmen im Kirchheimer Osten werden auch das restliche Teilstück Aspacherweg und Kapellenstraße ausgebaut.

Der Bürgermeister erinnerte auch noch daran, dass die Gemeinde bei den Straßenwiederherstellungen auf eine Kostenbeteiligung der Anlieger, wie in vielen anderen Gemeinden, verzichte. Immerhin habe man in diesem Bereich in den letzten sieben Jahren über 1,6 Millionen Euro verbaut.

Abschließend dankte Lochbronner der Verwaltung, dem Marktrat und vor allem den eherenamtlich Tätigen, die sich alle für ein lebenswertes Kirchheim eingesetzt haben. Dass im Fuggermarkt einiges geboten werde, zeige ein Blick in den Veranstaltungskalender, wobei im Fuggerschloss wieder zahlreiche kulturelle Leckerbissen präsentiert würden. Und besonders freute sich Lochbronner auf das bevorstehende öffentliche Gelöbnis der Patenkompanie am 18. Juni im Schlosshof.

Hinweis: Über die Bürgerversammlung in Hasberg mit den speziellen Problemen der Ausweisung eines Schutzgebietes berichten wir noch.

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