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Geburtstag in Bad Wörishofen

11.09.2017

Eine Liebe für das ganze Leben

Marlies Steinel in ihrem Garten, wo sie sich besonders gern aufhält. Sie feierte am Sonntag ihren 80. Geburtstag.

Marlies Steinel, Trägerin der Bürgermedaille, feierte am Sonntag ihren 80. Geburtstag.

Ihr erster Kontakt mit Bad Wörishofen datiert aus dem Jahr 1962: Marlies Steinel war mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Heiner unterwegs auf Hochzeitsreise nach Venedig. In Bad Wörishofen hatte das junge Paar eine Zwischenstation eingelegt. Dass daraus eine Liebe fürs Leben werden sollte, zueinander und zu Bad Wörishofen, ahnte damals noch niemand.

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Am 10. September 1937 wurde Marlies Westermann im Münsterländischen Oelde geboren. Schon seit Jahrzehnten und bis heute prägen drei große Unternehmen die Region: der Medienkonzern Bertelsmann in Gütersloh, der Landmaschinenhersteller Claas in Harsewinkel und der Haushaltsgeräteproduzent Miele in Gütersloh. „Eine gute Gegend für junge Ingenieure“, dachte sich Heiner Steinel, der nach dem Krieg von Schlesien in die Region gekommen war.

Er machte sich in Herzebrock bei Gütersloh 1959 selbstständig, heiratete wenig später seine Marlies und gemeinsam bauten sie die Firma Steinel auf. Heute leitet das 1500- Mitarbeiter-Unternehmen, Spezialist für Sensorik, Sensor-Licht und Thermowerkzeuge, Marlies und Heiners Sohn Ingo. Nach dem ersten Aufenthalt 1962, kamen Marlies Steinel und ihr Mann regelmäßig nach Bad Wörishofen. Bei Kneippanwendungen, immer in der Kneipp´schen Kinderheilstätte, schöpften sie neue Kräfte. 1970 war es dann soweit: Sie bauten sich ein erstes Haus in Bad Wörishofen und haben seitdem ihren Lebensmittelpunkt in der Kneippstadt: „Ich bin eine Bad Wörishoferin mit westfälischen Wurzeln“, sagt Marlies Steinel.

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Eine echte „Charity Lady“

Vielfältig unterstützt sie seit über 35 Jahren kulturelle, caritative und sportliche Aktivitäten in Bad Wörishofen. Der Begriff „Charity Lady“ trifft auf sie perfekt zu. Sie ist Trägerin der Bürgermedaille und war erste Salvator-Ehrenhumpenträgerin. Der Park an der Oberen Mühlstraße gehört der Familie Steinel, sie hat ihn zu einem symbolischen Betrag an die Stadt verpachtet zum Wohle der Bürger und Gäste.

Im Mehrgenerationenhaus fungiert sie seit dessen Gründung als Patin, das „Festival der Nationen“ ist ihr ein Herzensanliegen, die Kreisverkehrswacht und die Kindergärten sind ihr wichtig. Sie sponsert die Hefe-Klausen beim jährlichen Nikolausumzug und bei der Waldweihnacht sowie das Frühstück für die Kinder in der Ferienbetreuung. Sportlich war sie im Golfclub Bad Wörishofen aktiv und gehörte lange Zeit, darunter zehn Jahre als Ladies Captain, der Vorstandschaft an. „Erwin Singer, der Altbürgermeister, Golfclub-Präsident und bester Freund unserer Familie, brachte mich zum Golf“, erzählt sie.

Ein weiterer enger Freund der Familie ist der emeritierte Erzbischof von Oppeln im polnischen Schlesien Alfons Nossol. „Er hat mit seinem Wirken ungeheuer viel für die Aussöhnung von Polen und Deutschen geleistet“, so Marlies Steinel. Auch für die Kneipp´sche Lehre hat Nossol eine Menge getan. In Kamien Slasky (Groß Stein) in Polen entstand mithilfe der Familie Steinel das schlesische Sebastianeum, in dem nach den Heilmethoden Kneipps gearbeitet wird.

Der 85-jährige Prof. Nossol ließ es sich nicht nehmen, Marlies Steinel persönlich in Bad Wörishofen zu ihrem 80. Geburtstag zu gratulieren. Diesen feierte sie am gestrigen Sonntag im allerengsten Familienkreis mit ihrem Mann, ihrer Tochter, ihrem Sohn, den Schwiegerkindern und fünf Enkeln. In Kürze feiert auch Heiner Steinel seinen 80. Geburtstag.

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