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Kirche

11.09.2018

Eine Messe und viele Jubiläen

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Die Türkheimer Alphornbläser und der Musikverein Kirch-Siebnach sorgten für den stimmungsvollen musikalischen Rahmen bei der Bergmesse am Sonntag. Aus bescheidenen Anfängen hat sich die Bergmesse im idyllischen Kirch-Siebnach zu einer Attraktion entwickelt: Auch am Sonntag pilgerten – diesmal bei herrlichem Spätsommerwetter – wieder mehr als 1000 Gläubige auf den „Seitz-Berg“. <b> Fotos: Franz Issing</b>

Die Bergmesse in Kirch-Siebnach ist zu einer Attraktion geworden, die am Sonntag gut 1000 Gläubige anlockte. Das freut die Veranstalter vom Musikverein. Pater Michael wird als „Baumeister der Pfarreigemeinschaft“ gewürdigt

Kirch-Siebnach Die traditionelle Bergmesse in Kirch-Siebnach hat viel vom sakralen Zauber der beliebten „Freiluft-Gottesdienste“ in den Alpen. Waren es zu Beginn der „Wallfahrt“ anno 1986 gerade 70 Leute, die auf den „Seitz-Berg“ pilgerten, so strömen in den vergangenen Jahren etwa 1000 Gläubige dorthin, um mit Pater Michael Eucharistie zu feiern. Nicht anders auch in diesem Jahr: Die Menschen kamen in Scharen, zu Fuß, mit dem Auto oder auf „Drahteseln“ zum Gottesdienst im „Garten Gottes“, sprich der freien Natur, wie es der indische Seelsorger formulierte.

Väter und Mütter schoben zuhauf Kinderwagen den Hang hinauf und Enkel waren mit Oma und Opa unterwegs. Willkommen waren dem Ettringer Geistlichen und Tierfreund auch die „Vierbeiner“. „Alle braven Hunde“ lud er schon mal zur Bergmesse 2019 ein. „Dann werde ich auch die besten Freunde des Menschen segnen“, versprach er. Die Bergmesse hat eine lange Tradition und findet immer zum Ende der Sommerferien statt.

Sie wurde vom Musikverein Siebnach und seinem früheren Vorstand Johann Messner initiiert. In diesem Jahr sorgte der 82-jährige Ehrenvorstand Alfred Pfandzeller für eine dekorative Kulisse hinter und um den Altartisch. „Der ist ein Segen für alle Vereine“ bemerkte ein Musikant.

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Die Sonne strahlte vom blauen Himmel, während Pater Michael die Messe las. Die Türkheimer Alphornbläser und die Musikkapelle Siebnach sorgten unter anderem mit der katholischen Messe von Michael Haydn für ihren feierlichen Rahmen.

In seiner Predigt ging Pater Michael auf das Evangelium von der Heilung eines Taubstummen ein. In diesem Zusammenhang sah er vor allem bei vielen jungen Leuten, deren Hör- und Kommunikationsfähigkeit durch moderne Medien wie Smartphones stark eingeschränkt. Die Sorgen und Nöte der Mitmenschen stießen heute vielfach auf taube Ohren, kritisierte der Ordensmann in der weißen Soutane. „Wir müssen wieder lernen, mehr auf Zeichen- und Körpersprache zu achten“ machte Pater Michael deutlich. „Manchmal ist es hilfreicher, einem in Not geratenen Mitmenschen die Hand zu halten, als ihn mit gut gemeinten Worten zu trösten“, betonte er. Aufeinander zu hören und zuzugehen sei das Gebot der Stunde.

Die Pfarreiengemeinschaft Ettringen-Siebnach-Markt-Wald kann in diesen Tagen auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Grund genug für Armin Weh, bei der Bergmesse auf dieses Jubiläum hinzuweisen. „Drei Pfarreien unter einen Hut zu bringen, war nicht gerade einfach, “ erinnerte sich der Ettringer Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Schon die Aufstellung eines gemeinsamen Liturgieplanes habe viel Geduld und Sitzfleisch erfordert. Inzwischen habe sich alles gut eingespielt und so sei auch die Einbindung der Pfarrei Immelstetten problemlos über die Bühne gegangen. Armin Weh würdigte auch die 20 Jahre lange, segensreiche Arbeit von Pater Michael.

Den Geistlichen vom Orden der Prämonstratenser beschrieb er als äußerst beliebt und leutselig“ mit guten Kontakten zu seinen Schäfchen. Mit viel Geduld versuche Pater Michael, die Gläubigen von notwendigen Veränderungen zu überzeugen und seine Ziele mit gebotener Hartnäckigkeit durchzusetzen. Er habe es geschafft, sich die Unterstützung vieler Leute zu sichern und 100 freiwillige Mitarbeiter um sich geschart, die sein Programm umzusetzen helfen.

„Ohne den Baumeister der Pfarreiengemeinschaft, glaubt Weh, würde es auch die Wallfahrt in Kirch-Siebnach nicht mehr geben. Pater Michael habe sich mit ganzer Kraft für die Sanierung des Gotteshauses eingesetzt und auch erreicht, dass die Diözese das Projekt finanziell nicht im Regen stehen ließ. Lob und Anerkennung zollte Weh auch Angelika Schwarz, der „guten Seele“ im Pfarrbüro, wie auch dem Mesner Ludwig Ammann, die ebenfalls 20-jähriges Jubiläum feierten.

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