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Jubiläum

26.09.2017

Eine Wallfahrt ist noch der große Wunsch

Maria Müller freute sich über die vielen Glückwünsche, vor allem von Ehemann Anton, Sohn Alfred und Zweitem Bürgermeister Stefan Welzel.
Bild: Schuster

Kirchdorfs älteste Bürgerin Maria Müller war Lehrerin mit Leib und Seele. Mit 95 Jahren blickt sie nun zurück – und nach vorn auf einen weiteren besonderen Festtag

Maria Müller ist die älteste Einwohnerin von Kirchdorf. Klar, dass ihr 95. Geburtstag da etwas ganz Besonderes war. Als Maria Kohler erblickte sie in Altensteig 1922 das Licht der Welt. Schon bald zogen ihre Eltern nach Türkheim, wo weitere fünf Geschwister geboren wurden. Maria musste schon früh auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen.

Später besuchte sie die Maria-Ward-Schule der Englischen Fräulein in Mindelheim. Danach studierte sie in München fürs Lehramt. Als Junglehrerin unterrichtete sie drei Jahre lang in Kirchberg/Jugoslawien die Kinder in einer „eingedeutschten Schule“. Es war für sie eine schöne Zeit und sehr schnell beherrschte sie die Landessprache. Nach dem Krieg hatte sie in Kammlach ihre erste deutsche Lehrerinnenstelle. Hier lernte sie den gebürtigen Kammlacher Anton Müller kennen, den sie am 18. Januar 1948 heiratete. Bald schon stand ein Umzug der Familie nach Kirchdorf bevor, weil Maria Müller an der dortigen Volksschule unterrichtete. Ihr Ehemann war als Kraftfahrzeugmeister in Bad Wörishofen tätig. Den Wunsch nach einem eigenen Haus erfüllten sie sich durch ihre Tüchtigkeit. Maria Müller war mit Leib und Seele Lehrerin und sehr beliebt. Als die Schule in Kirchdorf aufgelöst wurde, lehrte sie noch in Bad Wörishofen. Nach 34 Dienstjahren trat sie in den wohlverdienten Ruhestand. Das Ehepaar brachte sich schon früh im Dorfleben mit ein. Als die Mariengrotte von vielen Freiwilligen erbaut und 1996 eingeweiht wurde, übernahmen Maria und Anton die Bepflanzung mit Blumen und die Gießarbeiten über zehn Jahre. Ebenso kümmerten sie sich um den Blumenschmuck am Kriegerdenkmal und am Friedhofskreuz. Maria und Anton Müller sind ein eingespieltes Team. Früher, in den Wintermonaten, hat Anton rund 150 Krippen gefertigt und Maria hat die Gewänder hierzu genäht. Heuer findet im November in der Alten Schule in Kirchdorf eine Krippenausstellung statt, wo auch mehrere Alpenländische Krippen aus dem „Hause Müller“ dabei sind und für den Erhalt der Kirche St. Stephan in Kirchdorf versteigert werden.

Schöne Reisen in Europa haben Maria und Anton ebenfalls gerne unternommen und bis vor drei Jahren haben sie jährlich eine Wallfahrt nach Altötting gemacht.

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Das wäre nochmals ein Wunsch der Julilarin, wie sie bei der Feier verriet, zu der auch Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel sowie Elfriede Holzmann und Anja Miller vom Frauenbund kamen.

Das nächste große Fest naht übrigens schon 2018: die sogenannte Gnadenhochzeit der Millers nach 75 Ehejahren. (er)

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