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Türkheim

27.12.2020

Eine besinnliche Stunde trotz Corona

Kurzfristig war der im Wertachstadion geplante Jugendgottesdienst am Heiligen Abend aus Pandemie-Schutzgründen in die Türkheimer Pfarrkirche verlegt worden. Pfarrer Martin Skalitzky (rechts) und sein Team aus Sängerinnen und Musikern schufen zusammen mit Textbeiträgen zum Wunder der Weihnacht für die Gottesdienstbesucher einen festlichen Rahmen.
Bild: Sabine Schaa-Schilbach

Plus Jugendliche der Pfarrei Türkheim schenken den Besuchern des Jugendgottesdienstes an Heiligabend ein festliches Erlebnis, bei dem auch die Musik nicht zu kurz kommt.

Die Verlegung des ursprünglich im Freien geplanten Jugendgottesdienstes in Türkheim am Heiligen Abend hatte auch ihr Gutes, denn draußen regnete es. In der festlich geschmückten Türkheimer Pfarrkirche hingegen konnten sich die Besucher ganz auf eine weihnachtliche Stimmung auf trockenen Kirchenbänken einlassen. Initiator war Jugendiakon Gerhard Rummel, die musikalische Leitung hatte Conny Grimme.

Etwa 150 Gottesdienstbesucher hatten sich ihre Plätze im Voraus reserviert. Was sie dann erwartete, war eine besinnliche Stunde mit Texten und Musik zum Fest der Geburt von Jesus Christus, gestaltet von Jugendlichen der katholischen Pfarrgemeinde Türkheim. Vor allem die Musik: meisterhaft dargeboten von drei Sängerinnen und von Geige, Akkordeon, Gitarre, E-Piano und Rhythmus begleitet. Die Musik füllte den Kirchenraum „vom Himmel zur Erde und wieder zurück“ im Song „Spuren aus Licht“. Es gab das bekannte „Kumbaya, My Lord“ und das grandiose und ins Herz gehende „Halleluja“ von Leonard Cohen – dies in deutscher Sprache, extra getextet für diesen Jugendgottesdienst.

Die Besucher des Türkheimer Jugendgottesdienstes durften zwar nicht mitsingen, klatschten aber begeistert mit

Gegen Ende kam zu den besinnlichen und ruhigen Musikdarbietungen – auch ein schmelzendes Geigensolo und eine stimmlich perfekte Version von „Stille Nacht, heilige Nacht“ waren dabei – jugendliches Temperament hinzu, mit dem Weihnachtsklassiker „Feliz Navidad“. Dort und bei „We are the World“ ließen sich die Gottesdienstbesucher, die an diesem Nachmittag ja selbst nicht singen durften, zum Mitklatschen hinreißen.

Die von den jungen Leuten ausgesuchten Musikstücke, die sich mit den gesprochenen Passagen abwechselten, waren eine wunderschöne Konzertdarbietung, und die erhielt zu Ende viel verdienten Applaus. In rotes, gelbes und orangefarben-goldenes Licht getaucht, war die Stimmung im Kirchenraum, mit den vier lichterglänzenden Bäumen, sehr weihnachtlich. In den Texten zur Weihnacht wechselten sich Pfarrer Martin Skalitzky und drei junge Leute ab. „Wir Menschen liegen Gott am Herzen“ war eine der Botschaften. Lesungen wurden von leisen Xylofonklängen begleitet oder in einem Dialog ausgeführt. In den Fürsorge-Gebeten der Jugendlichen für Gerechtigkeit und Frieden, zusammen mit der Botschaft „Fürchtet Euch nicht!“, wurde auf die Pandemie Bezug genommen und Mut gemacht.

Die junge Türkheimerin Susanne Wexel erzählte, wie sie und die anderen Jugendlichen sich auf diesen Gottesdienst vorbereitet hatten. „Die Generalprobe war erst am Tag zuvor. Und ein bisschen aufgeregt bin ich schon gewesen“, sagte sie.

Ihr Engagement und das der anderen Jugendlichen ermöglichte es, dass die Gottesdienstbesucher trotz der Corona-Beschränkungen ein ganz besonderes, festliches Erlebnis mit nach Hause nehmen konnten.

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