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Konzert

13.04.2015

Eine bunte Kette musikalischer Perlen

Alexander Rampp (links) am Saxophon und Dirigent Robert Fries begeisterten mit ihren Solo-Darbietungen.
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Alexander Rampp (links) am Saxophon und Dirigent Robert Fries begeisterten mit ihren Solo-Darbietungen.

Die Flossachtaler Musikanten wissen ihre Zuhörer zu begeistern

Kennen Sie die Perle Europas? Nein? Dann waren Sie noch nie in Zaisertshofen beim Jahreskonzert der Flossachtaler Musikanten. Moderatorin Tanja Eberle in ihrer witzigen und charmanten Art war jedenfalls fest davon überzeugt. Und tatsächlich, hier reihte sich eine musikalische Perle an die andere. Mit dieser bunten Kette konzertanter, moderner und traditioneller Musikliteratur bescherten die Musikanten den Gästen im voll besetzten Saal vom „Bäckerwirt“ im „Gasthaus Krone“ bezaubernde Augenblicke.

Sie erweiterten mit der festlichen „Fanfare for a New Horizon“ von Thomas Doss nicht nur ihren eigenen Horizont. Darüber hinaus schauten sie mit der romantischen „Queen’s Park Melody“ von Jacob de Haan nach England und rückten das Empire und damit die Hauptstadt London ins rechte Licht.

Die „Baker Street“ ist eine U-Bahn-Station im Herzen Londons. Hier hatte der erfolgreiche, schottische Gitarrist Gerry Rafferty die Idee zu seiner großartigen Komposition. Für die Gäste im Saal war es ein Höhepunkt des Abends, als Andreas Rampp das Solo an seinem Saxophon spielte. Einfach großartig. Da schallten immer wieder wohlverdiente Bravorufe und heftigster Beifall durch den Saal.

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Ja, und wie war das mit der Komposition „Nächtliche Tränen“ von Miroslav Kolstrunka jun.? Dirigent Robert Fries hatte im vergangenen Jahr beim Jahreskonzert die Noten dieser Komposition als Dankeschön von seinen Musikanten bekommen. Tanja Eberle sagte launig: „Er hat ein Jahr jeden Tag für dieses Solo geübt und viele Tränen dafür vergossen.“ Es sei ein absolutes Highlight und Robert Fries der „Startrompeter der Herzen“. Es stellte sich heraus, dass die Gäste diese Meinung absolut teilten, als er die Trompete an die Lippen hob und dieses Solo spielte.

Im gesamten von Robert Fries ausgesuchten Programm fehlten natürlich die traditionellen Werke wie Marsch, Walzer und Polka nicht. „Mit vereinten Kräften“, dem „Viribus Unitis“, erklang der wohlklingende Marsch von Josef Bach. Der Walzer „Träumerei“ von Mark Sven Heidt ließ die Gedanken wandern und mit der Polka „Von Freund zu Freund“ von Martin Scharnagl bescheinigten die Musikanten ihre Kameradschaft. Dass sie dabei den Titel in den Proben umbenannten in „Von Vater zu Sohn“, war durch die beiden Solisten klar erkennbar. Es spielten Vater Anton Rohrer am Flügelhorn und Sohn Ludwig Rohrer an seinem Tenorhorn.

Erinnern Sie sich an die großen alten Western, in denen die roten Felsformationen Arizonas eine bizarre Kulisse bilden? In seiner Komposition beschreibt Steven Reineke die Bilder der Stadt „Sedona“. Und „Salgelonia“ – Pardon – der Marsch „Salemonia“ von Kurt Gäble verführte Tanja Eberle und ihre Musikkollegen schon bei der ersten Probe zu diesem Namen.

Einen starken Kontrast zu den Werken bildeten „Queens Greatest Hits“, arrangiert von Peter Kleine Schaars, in dem so richtig fetzig gerockt werden konnte. Ganz entgegen der Tradition gab es nach der ersten Zugabe, der „Bodensee-Polka“ von Alexander Pfluger, keinen Rausschmeißer-Marsch, sondern eine Hommage an den Entertainer Udo Jürgens mit einem Medley einiger seiner bekanntesten Lieder.

Der erste Vorsitzende Roland Ruf bedankte sich abschließend bei allen Kollegen und den vielen Helfern auf, vor und hinter der Bühne, ohne die ein solches Gesamtwerk nicht möglich wäre. Dass die Gäste mehr als zufrieden waren, zeigte sich am nicht enden wollenden, heftigen Applaus.

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