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Bad Wörishofen

04.01.2019

„Eine coole Attraktion für die Wörishofer Innenstadt“

Ein überwiegend positives Fazit zieht Marketingleiterin Cathrin Herd zur Eislaufbahn am Denkmalplatz. Die Kinder, die gestern Nachmittag hier ihre Runden drehten, hatten jedenfalls einen Heidenspaß.
Bild: Alf Geiger

Am kommenden Sonntag schließt der künstliche Eislaufplatz auf dem Bad Wörishofer Denkmalplatz. Für Marketingleiterin Cathrin Herd war das Konzept ein Erfolg.

Gerade jetzt, wo der Winter erstmals wirklich eiskalt zuschlägt, ist das Ende für die 200 Quadratmeter große Eislaufbahn am Denkmalplatz nahe: Schon am kommenden Sonntag endet die Eiszeit auf den Kunsteisplatten – und das ist kein Zufall. Mit dem Ende der Weihnachtsferien endet auch die Hochsaison der Hotels in der Kurstadt, viele Gastronomiebetriebe schließen sogar bis zum Saisonstart vor Ostern. Und außerdem kann bei den angesagten Minus-Temperaturen ja auch auf Weihern in der Umgebung Schlittschuh gelaufen werden. „Und dann haben wir ja auch noch das Eisstadion“, sagt Cathrin Herd.

Für die Marketingleiterin im Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen ist das Angebot einer künstlichen Eislauffläche in der Innenstadt „eine coole Sache“, die zur Belebung der Bad Wörishofer Innenstadt einen willkommenen und dringend benötigten Beitrag geleistet habe. Gerade für die Tourismusbetriebe sei es ganz wichtig gewesen, hier ein Zeichen zu setzen und die Attraktivität zu erhöhen – aus Sicht von Cathrin Herd ist das auch gelungen, auch wenn sie durchaus noch Verbesserungsmöglichkeiten sieht.

Es gibt an der Bad Wörishofer Kunsteisbahn aber noch Verbesserungsbedarf

Insbesondere an der Dekoration könne schon noch einiges nachgebessert werden, ist die Marketingleiterin überzeugt. In den vergangenen vier Wochen wurde schon punktuell nachgebessert, wo das möglich gewesen sei.

Hier waren die Bad Wörishofer Bürger den Organisationen die größte Hilfe – Anregungen wurden schnell umgesetzt, soweit dies möglich war. Als Beispiel nennt Cathrin Herd die Sitzgelegenheiten unter dem Pavillon – die Idee, dass dies ein guter und geschützter Platz für Zuschauer sein könnte, hatte ein Bad Wörishofer – und schon waren die Tische aufgestellt. Auch die Eisstockschützen nutzten den Kunsteisplatz, und waren für viele Touristen ein echter „Hingucker“.

Wie viele Besucher genau ihre coolen Runden auf den künstlichen Eisplatten gedreht haben, kann Cathrin Herd zwar noch nicht genau sagen, denn erst in der kommenden Woche soll dann in aller Ruhe endgültig Bilanz gezogen werden. Doch schon jetzt steht für sie fest: „Unser Ziel war, die Attraktivität der Innenstadt in der Weihnachtszeit und zwischen den Jahren zu erhöhen. Und das ist mit der Eislaufbahn definitiv gelungen“.

Kritik an der Kunsteisbahn kam von einem Wörishofer Goldschmiedemeister

Dass es auch kritische Stimmen gab, blieb ihr natürlich nicht verborgen – und dagegen sei grundsätzlich ja auch gar nichts einzuwenden. Solange die Kritik sachlich und konstruktiv bleibe, könnte dies durchaus zu einer Verbesserung in der Zukunft beitragen, betont die Marketingleiterin. Zu jeder Einzelmeinung – etwa von Goldschmiedemeister Siegfried Unsin, der in dem Eislaufplatz „Geldverschwendung“ sah und den Organisatoren Ratlosigkeit vorwarf („Für eine Handvoll Kinder werden 25 000 Euro verbraten“) – wolle sie sich aber nicht äußern: „Die Reaktionen vieler Hoteliers und Gastronomen waren überwiegend positiv. Und vor allem viele Gäste waren begeistert“, ist Cathrin Herd überzeugt.

Deshalb besteht für sie gar kein Zweifel daran, dass diese Attraktion auch im nächsten Winter den Denkmalplatz und damit die ganze Innenstadt beleben soll: Im Kurausschuss des Stadtrates wurde dafür auch schon Geld im Haushalt eingeplant.

Heuer wird die Anlage mit 15 000 Euro vom Kur- und Tourismusbetrieb und weiteren 10 700 Euro von Gastgebern und Einzelhandel finanziert. Diese Geldgeber durften dafür auf den Banden der Kunststoff-Eisbahn werben. Für diese Werbemittel gibt die Stadt 2800 Euro aus.

Viele Menschen aus Bad Wörishofen haben geholfen, den Eislaufplatz zu realisieren

Die Installation dieses Eislaufplatzes ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kur- und Tourismusbetriebes Bad Wörishofen, der Gastgeber und Einzelhändler. Die dafür zur Verfügung stehenden Mittel stammen unter anderem aus der Liquidation der früheren Service- und Marketing-GmbH.

Der Kur- und Wirtschaftsverein (KuWi) hatte seinerzeit Gelder in die Service- und Marketing-GmbH eingebracht, um wieder einen Eislaufplatz am Denkmalplatz einzurichten, der in den Jahren 2003 und 2004 bereits ein Besuchermagnet in der Kneippstadt war. „Ich freue mich riesig, dass es diesen Winter wieder einen Eislaufplatz in der Innenstadt gibt. Gerade für Kinder ist das eine tolle Aktion“, so Helmut Settele, der den Eislaufplatz in früheren Jahren mit organisierte.

Und wie problemlos und unbürokratisch die gegenseitige Hilfe zwischen den Bad Wörishofern laufen kann, habe dann auch Helmut Settele wieder einmal unter Beweis gestellt, freut sich Herd: Als eine Beleuchtung für den Denkmalplatz installiert werden musste, sorgte Settele mit seiner Baufirma für schnelle Hilfe.

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