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Bildung

03.12.2011

Eine kleine Schulfamilie hat Großes geleistet

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2 Bilder
Mit kunterbunten Fingern lernen die Erstklässler in Markt Wald, wie man mit zehn Fingern schreibt. Der kleine Karl kann das schon richtig gut.
Bild: Fotos: baus

Christoph-Scheiner-Grundschule Markt Wald eröffnet ihren Computerraum, für den viele an einem Strang gezogen haben

Markt Wald Auf den ersten Blick sind in dem Raum im Untergeschoss der Christoph-Scheiner-Grundschule in Markt Wald nur 27 Computer zu sehen. Sie stehen auf langen Tischen, davor typische Bürostühle. Was dagegen nicht auf den ersten Blick zu sehen ist: In diesem Raum stecken laut Rektorin Anita Huber-Gutkas mindestens 300 Torten. So viele haben die Eltern gebacken und verkauft, um mit dem Erlös die Einrichtung des Computerraums voranzubringen, der jetzt offiziell eröffnet worden ist.

An dem Projekt waren jedoch längst nicht nur Eltern und Elternbeirat beteiligt: Die Gemeinde hat – nach anfänglicher Skepsis – 19000 Euro in den Raum investiert. Die Raiffeisenbank Pfaffenhausen stiftete auf Betreiben des dort beschäftigten Gemeinderats Raci Dikkaya die 27 ausrangierten, aber funktionstüchtigen Rechner. Die haben drei Schüler der Albert-Schweitzer-Mittelschule Ettringen als „Computerhelfer“ auf Vordermann gebracht, DVD-Laufwerke eingebaut und den Internetzugang eingerichtet. Der stellvertretende Bürgermeister Richard Baumeister spendete Tastaturen und Mäuse und ein Leser steuerte nach einem Aufruf in der Mindelheimer Zeitung noch Kabel und andere Ausrüstung bei.

Anita Huber-Gutkas fasste dieses vielfältige Engagement bei der Eröffnungsfeier so zusammen: „Ich bin stolz, dass unsere kleine Schulfamilie so etwas Großes geleistet hat.“ Ihrem Dank an Eltern, Sponsoren, die Gemeinde und die drei Computerhelfer Thomas Ruf, Jürgen Müller und Sebastian Pfluger schlossen sich auch Bürgermeister Walter Wörle, Schulrat Alfred Eberle sowie die Elternbeiratsvorsitzende Madeleine Kares an. In ihren Grußworten betonten sie außerdem, wie wichtig es sei, die Kinder frühzeitig an einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien heranzuführen.

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Dass ihnen diese keineswegs fremd sind, bewiesen die Kinder in mehreren Sketchen und Vorführungen. Die Erstklässler zum Beispiel erlernen gerade spielerisch, wie man mit zehn Fingern tippt. Und vier Schüler der vierten Klasse demonstrierten, was sie in Sachen Textverarbeitung und Internetrecherche drauf haben.

Die Kinder lernen motiviert und differenziert

Wie Stefan Bader, Konrektor der Mittelschule Ettringen, erläuterte, lernten die Kinder damit hoch motiviert und differenziert in ihrem eigenen Tempo und bekämen eine schnelle, individuelle Rückmeldung.

Den Schülern wünschte er zur Eröffnung unter anderem, „dass Viren sie verschonen mögen“. Dem schloss sich Schulrat Eberle mit einem „Gut Klick!“ an. (baus)

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