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Jahresversammlung

26.07.2018

Eine strahlende Bilanz gezogen

Nach eindeutigem Votum bei der Dorfenergie Eppishausen-Kirchheim freuten sich Aufsichtsrats-Vorsitzender Hermann Kerler (links) und Vorstand Hubert Seitz (rechts), dass sie mit Georg Stegherr (weiter von links), Christian Csokas, Franz Holzmann (Aufsichtsräte)sowie Franz Paulus und Alexander Wendler (Vorstand) weiter eine bewährte Mannschaft haben.
Bild: Karl Kleiber

Die Genossenschaft „Dorfenergie Eppishausen-Kirchheim“ legt beeindruckende Zahlen vor

Mit einer beeindruckenden Erfolgsbilanz wartete Franz Paulus, Vorsitzender der 2009 gegründeten „Dorfenergie eG Eppishausen-Kirchheim“ (DeG), bei der jüngsten Jahresversammlung auf. Die Photovoltaik-Anlagen (PVA) auf fünf kommunalen Dächern und der ehemaligen Deponie bei Derndorf hätten 2017 insgesamt 675586 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt, die knapp 480 Tonnen Kohlendioxid-Emission eingespart hätten. Die DeG erwirtschafte einen Jahresgewinn von knapp 45000 Euro, von dem erneut fünf Prozent als Dividende an die 140 Mitglieder ausbezahlt werden.

Vorstandsvorsitzender Hubert Seitz ging auf die wichtigsten Termine des vergangenen Jahres ein: So habe etwa die Telecom die SIM-Karten wegen der Umstellung der Stromtarife ausgetauscht und es wurde besprochen, ob an der Kläranlage in Kirchheim eine PVA errichtet werden könnte. Im Wartungsbericht für die PVA „Fundushalle Eppishausen“ habe es Hinweise auf Rahmenbrüche an den Modulen gegeben, schloss Seitz.

Auch Aufsichtsrats-Chef Hermann Kerler hieß die 26 Mitglieder sowie Bürgermeister Hermann Lochbronner aus Kirchheim und Josef Kerler aus Eppishausen willkommen. Die fünf PVA haben eine Kapazität von 598,79 Kilowatt Peak. Eine befindet sich auf dem Bauhof und zwei auf der Fundushalle in Eppishausen, je eine auf dem Gemeinde- und Vereinshaus in Haselbach sowie auf der Schulturnhalle Kirchheim. Die größte sei die Freiflächen-Anlage auf der ehemaligen Kreis-Deponie nördlich von Derndorf.

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Den heutigen Wert der PVA nach Abschreibung bezifferte Kerler in Derndorf mit 546066 Euro, in Eppishausen mit 221800 Euro, in Haselbach mit 29060 Euro und in Kirchheim mit 37460 Euro. Die linearen Abschreibungen summierten sich auf gut 61000 Euro. Die Einlagen der 140 Mitglieder betrugen 427500 Euro. Sie besitzen 855 Anteile zu je 500 Euro. Als Dividende werden, wie die Jahre zuvor, wieder fünf Prozent je Geschäfts-Anteil nach Abzug der fälligen Steuern ausgeschüttet. Dies mache insgesamt 21375 Euro aus.

Kerler bezifferte die Bilanzsumme mit knapp 910000 Euro, von denen 837660 Euro Anlagevermögen und rund 53000 Euro Umlaufvermögen und Kassenbestände seien. Nach Abzug der Steuern verbleibe ein Jahresüberschuss von knapp 46000 Euro. Die gesetzlichen Rücklagen belaufen sich auf 31651 Euro, die Schulden auf knapp 312000 Euro. An Zinsen mussten gut 12800 Euro und für die Dachmiete in Haselbach und Kirchheim 860 Euro bezahlt werden. 718 Euro gingen an das Landratsamt als Pacht für das Dach in Derndorf.

Natürlich fielen auch Steuern an: 6930 Euro flossen als Gewerbesteuer an die Gemeinden Eppishausen und Kirchheim. Die Körperschaftsteuer betrug 6930 Euro, der Solidaritätszuschlag 543 Euro. Abschließend dankte der Aufsichtsrats-Vorsitzende den Verwaltungsorganen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und die geopferte Freizeit.

Der Jahresabschluss, der Gewinn und dessen Verwendung wurden ohne Gegenstimmen angenommen. Nach der einmütigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wurden drei Aufsichtsräte und zwei Vorstandsmitglieder von allen erneut für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. (kk)

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