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Festival der Nationen

29.09.2011

Einfach flotter als andere

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Geiger Fabian Jüngling (11) aus Kaufbeuren spielte alle Werke auswendig, kam bestens vorbereitet zu den Proben.

David Garrett begeistert Zuhörer und Musiker

Bad Wörishofen Es war so still im Kursaal, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Gespannt warteten alle auf David Garrett. In gewohnt legerem Qutfit springt er auf die Bühne, nickt den Musikerinnen und Musikern des vbw-orchesters zu, schließt die Augen und konzentriert sich bei den ersten Orchestertönen. Noch immer trauen sich die Festivalgäste kaum zu atmen (Konzertkritik siehe Kultur!).

„Er ist einfach sehr, sehr gut und ich bin begeistert, wie er auch Klassik spielt,“ so Elise Schenavsky aus München. Garrett verbinde Standards der Klassik- und der Cross-over-Szene einfach genial. Wer spiele schon, wie Garrett in Bad Wörishofen, nach einer Michael Jackson -Zugabe Bach?

Durchweg positiv die Resonanz des Publikums in der Pause. „Ich höre viel seine Musik, bin beeindruckt von seinen Künsten und habe mich heute einmal live inspirieren können“, freut sich Maximilian Denninger aus Mauerstetten, der selbst Geige spielt. „Garrett hat voll meine Erwartungen erfüllt. Diese Spielfreude, dieses technische Können – ich bin tief beeindruckt,“ so Thomas Kuschel aus Augsburg. Auch Julia und Miriam Kuscher-Palenga aus Oberau waren von der Leidenschaft, wie David Garrett mit seiner Geige (eine Stradivari „Ex A. Busch“ von 1716) umgeht, fasziniert. Die Konzertkarten hatten sie von ihren Großeltern geschenkt bekommen. Beide lobten auch Garretts Harmonie mit dem Orchester.

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Selbst gerne in so einem Orchester mitspielen möchte Johanna Hartig aus Ettringen, eine der jüngsten Konzertbesucherinnen. Fasziniert haben die Achtjährige „David Garretts schnelle Finger“. „Ich spiele selbst Geige, nur noch nicht so schnell wie er“, erzählt sie. Stolz zeigt sie auf ihrer Eintrittskarte das Autogramm des berühmten Geigers. Dieser hat geduldig die zahlreichen Wünsche der Gäste erfüllt.

Anna Strobel aus Bad Wörishofen findet David Garrett „cool und lässig, einfach flotter als andere Geiger“. Ein wenig mehr modernere Stücke im Wörishofer Konzertprogramm hätte sich Nina Worschech aus Türkheim gewünscht. „Doch Garrett ist einfach umwerfend, total sympathisch“, so das Urteil der 20-Jährigen.

Die Kontrabassisten, Michael Schönfelder, Julia Pfänder und Christoph Höning stehen nach dem Konzert noch lange auf der Bühne. „Es war für uns eine Ehrensache mit David Garrett zu spielen. Er war bei den Proben sehr offen, kollegial, witzig und spontan“, berichten sie. Es war für sie „ein einmaliges Erlebnis, dabei gewesen zu sein.“

Die Schuhspitzen bekam er sitzend auf den „unbequemen Stühlen auf der Bühne“ geradeso auf den Boden, doch das hat ihn nicht weiter gestört, erzählt der elfjährige Geiger Fabian Jüngling. „David Garrett war schon bei den Proben toll, obwohl er da seine Kadenzen nur angespielt hat“, sagt er. Einfach super heute – ein tolles Erlebnis!“ Nathalie Schmalhofer, Lisa Heining und Anna Meyer stimmen ihrem jüngsten Kollegen zu, wenngleich sie ihre Aussagen ein klein wenig differenzieren. „Unsere Vorfreude war riesig, auf der Bühne war dann aber eigentlich alles ganz normal, David Garrett auch nur ein Mensch“, so die drei Geigerinnen. Den zweiten Beethoven-Satz hat David Garrett manchen Orchestermitgliedern gar zu rockig interpretiert, „nicht zu Beethoven passend“. Durchaus selbstbewusst die junge Musiker-Elite Bayerns. "Kultur

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