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Gemeinderat

27.06.2019

Eltern in Ettringen müssen mehr zahlen

Die Kindergartengebühren in Ettringen steigen.
Bild: Regine Pätz

Erstmals seit vier Jahren steigen die Kindergartengebühren. Mit dem Ausbau hat das nichts zu tun

Noch im Mai dieses Jahres konnte in der Ettringer Kindertagesstätte St. Martin ausgiebig gefeiert werden. Die Gemeinde und deren kommunale Einrichtung unter der Leitung von Helga Silbernagl hatten dabei nicht nur zum Jubiläum „40 Jahre Kindertagesstätte“ geladen, sondern zeitgleich zur Einweihungsfeier des fertiggestellten Erweiterungsbaus. Vier Kindergarten-, zwei Krippengruppen und damit Platz für 124 Kinder sind so geschaffen worden - die ab September auch alle belegt sein werden.

Als sich jetzt das Ettringer Gremium im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung mit der Gebührensatzung zur Kinderbetreuung befasste, hatte dies dennoch nur am Rande mit dem nun abgeschlossenen Betreuungsausbau zu tun. Vielmehr sieht es der Rat um Bürgermeister Robert Sturm als primäre Aufgabe, die Ausgaben der Gemeinde im Blick zu behalten; so wurden etwa für die beiden Kindergärten Ettringen und Siebnach Ausgaben in Höhe von rund einer Million Euro für das laufende Betriebsjahr eingeplant – ein wesentlicher Anteil am rund zehn Millionen Euro „schweren“ Gesamthaushalt. Knapp die Hälfte dieser Betriebskosten für beide Kindergärten kann die Gemeinde mit Einnahmen decken, etwa aus staatlichen Zuschüssen für die Personalkosten.

Rund 500 000 Euro beträgt der „Anteil aus allgemeinen Haushaltsmitteln“, werden also dem Haushalt entnommen. Tatsächlich spielen aber auch die Einnahmen aus den Gebühren eine Rolle, die von den Eltern zu tragen sind; dort könne eine Anpassung Entlastung bringen, so die Verwaltung. Zumal die letzte Erhöhung der Kindergartengebührensatzung exakt vier Jahre zurückliege.

Ganz so leicht hatte es sich das Gremium mit der Anpassung der Gebührensatzung dann doch nicht gemacht. So habe es Diskussionsbedarf dazu bereits im Rahmen der Vorberatungen gegeben, fasste Bürgermeister Robert Sturm zusammen. Letztlich einigten sich die Räte – mit einer Gegenstimme – dennoch auf eine Anpassung der Gebühren nach nunmehr vier Jahren. (mz)

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