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15.01.2018

Eltern müssen mehr bezahlen

Kindergartengebühren in Dirlewang steigen

Alle drei Jahre stellen die Dirlewanger Gemeinderäte die Kindergarten- und Krippengebühren auf den Prüfstand. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate und der steigenden Personalkosten haben sie in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, die Gebühren zum 1. September dieses Jahres anzuheben. Die Mindestbuchungszeit von 20 Stunden pro Woche kostet dann statt der bisher 63 Euro pro Monat 68 Euro. Ebenfalls um fünf Euro steigen die Kosten für die Mindestbuchungszeit in der Kinderkrippe. Sie wird von derzeit 130 Euro auf dann 135 Euro angehoben.

Bürgermeister Alois Mayer weist zudem darauf hin, dass die Gemeinde die Gebühren jährlich nur an elf Monaten erhebt und der August kostenfrei ist. Wie in allen bayerischen Kindergärten sei zudem – was viele Eltern nicht wüssten – das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung kostenlos.

Den größten Teil der Betriebsausgaben, nämlich rund 43 Prozent, trägt ohnehin die Gemeinde: Im vergangenen Jahr hat sie für die Betreuung der Kinder im Kindergarten 314300 Euro ausgegeben. Bei 79 Kindergartenkindern entspricht dies fast 4000 Euro pro Kind. Hinzu kommen 20 Kinder aus der Gemeinde Apfeltrach, die selbst keinen Kindergarten betreibt. Sie beteiligt sich mit 82000 Euro an den Gesamtkosten. Der Elternanteil, bestehend aus Gebühren und Spielgeld, deckt nur gut elf Prozent der Ausgaben. Vom Freistaat gibt es außerdem einen Personalkostenzuschuss, der knapp 28 Prozent der Betriebsausgaben abdeckt. Der Betriebskostenanteil der Gemeinde an der Kinderkrippe belief sich im vergangenen Jahr auf 55000 Euro. Insgesamt hat die Gemeinde demnach 369300 Euro in die Kinderbetreuung investiert. (baus)

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