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Gemeinderat

20.05.2020

Endlich wieder schuldenfrei – dann kam Corona

Bürgermeister Norbert Führer, hier mit dem Gemeindewappen, blickte bei der konstituierenden Sitzung auf sechs gute Jahre zurück. Sein Ausblick war wegen der Corona-Krise dann nicht mehr so optimistisch, dennoch habe die Gemeinde Wiedergeltingen einiges vor.
Bild: Wilhelm Unfried

Bürgermeister Norbert Führer formuliert die Schwerpunkte der Wiedergeltinger Kommunalpolitik für die kommenden sechs Jahre. Über vielen Projekten schwebt der „Finanzierungsvorbehalt“

Eigentlich wäre es eine glanzvolle Stabübergabe gewesen: Genau mit Ablauf der vergangenen Legislaturperiode war die Gemeinde Wiedergeltingen nach vielen Jahren schuldenfrei, wie Bürgermeister Norbert Führer nicht ohne Stolz bei der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates erklärte.

Doch mit der Corona-Krise gebe es nun einige Fragen. Die wichtigste: Wie werden die Einnahmen bei den Gemeinden wegbrechen? Als herausragende Vorhaben für die kommenden sechs Jahre nannte Bürgermeister Norbert Führer den Abschluss des Baues für die neue Kita, das Dorfgemeinschaftshaus sowie wie Umsetzung der Dorferneuerung. Doch alles hänge von der Finanzierbarkeit ab.

Bevor Bürgermeister Norbert Führer den Blick nach vorne richtete, blickte er erst einmal zurück. Der letzte Gemeinderat habe von 2014 bis 2020 86 mal getagt, der Bauausschuss kam auf noch 35 zusätzliche Sitzungen. Insgesamt wurden 1045 Beschlüsse gefasst, davon fast 85 Prozent einstimmig. Und eigentlich habe es nur zehn knappe Beschlüsse, also mit einer Stimme Unterschied, gegeben.

In den vergangenen fünf Jahren habe die Gemeinde immerhin 11,5 Millionen Euro investiert. Dabei konnten noch 1,2 Millionen Euro in Rücklagen gebucht und die letzten 300.000 Euro Schulden getilgt werden. Sicher ein Grund zur Freude, aber der Bürgermeister erinnerte an die Krise und mahnte für die kommenden Jahre eine sparsame Haushaltsführung an, denn niemand könne momentan sagen, wie sich die Einnahmen aus Gewerbesteuer und Anteil an der Einkommenssteuer entwickeln würden.

Dennoch müsse sich der Gemeinderat Ziele setzen. Als die wichtigsten Vorhaben nannte Führer: den Neubau Kindertagesstätte St. Nikolaus, Vorbereitung und Umsetzung der Dorferneuerung, Umsetzung Dorfgemeinschaftshaus, Projekte der Bauleitplanung (unter anderem auch Innenentwicklung), Wohnprojekt für Senioren, Investition neues Feuerwehrfahrzeug, Umsetzung Ganztagsschule und Vereinsförderung.

Unter der Rubrik Bekanntgaben erläuterte Führer Bemühungen, die zeitliche Geschwindigkeitsbegrenzung, derzeit Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr, im Bereich der Schule zu erweitern. Auch am Abend werde die Turnhalle von Sportlern frequentiert. Entsprechende Gespräche würden geführt.

Und schließlich wurden auch noch die Ausschüsse und die Posten der Referenten vergeben. War es im Vorfeld (MZ berichtete) doch zu einigen Reibereien gekommen, so ging dieser Tagungsordnungspunkt flott über die Bühne.

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