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Versorgung

19.03.2015

Energiewende vor Ort

Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Bad Wörishofer Busbahnhofs ist nur eine von vielen in der Stadt. Mittlerweile liefern fast 450 Anlagen Strom aus Sonnenenergie. Auch im Strommix der Stadtwerke sind die erneuerbaren Energien stark vertreten.
Bild: Markus Heinrich

Mit der Kraft von Sonne, Wasser und Biomasse erzeugen die Kneippstädter mittlerweile zehntausende Megawattstunden Strom. Atomstrom spielt dagegen nur noch eine kleine Rolle

Die Kneippstadt und ihre Bürger setzen weiter verstärkt auf erneuerbare Energien. Die Zahl der installierten Fotovoltaikanlagen ist nach Angaben der Stadtwerke im Jahr 2013 auf fast 450 gestiegen. Zur Erinnerung: Im Jahr 2000 gab es noch so gut wie keine Fotovoltaikanlage in Bad Wörishofen. Die Anlagen erzeugen mit der Energie der Sonne fast 9000 Megawattstunden Strom pro Jahr. Zum Vergleich: Ein Privathaushalt mit zwei Personen verbraucht im Schnitt 3,1 Megawattstunden Strom pro Jahr. Zuletzt stagnierte der Ausbau der Sonnenenergie allerdings etwas. Ein Grund dafür dürften die Änderungen bei der Einspeisevergütung sein. Stabil ist die installierte Leistung bei der Wasserkraft. Kein Wunder, denn hier geht es eigentlich nur um das Wasserkraftwerk der Stadtwerke an der Wertach. Die Anlage lieferte im vergangenen Jahr fast 8000 Megawattstunden Strom. Wer will, kann sich ausschließlich Strom aus Wasserkraft liefern lassen.

Spitzenreiter ist die Stromerzeugung aus Biomasse mit einem Ertrag von rund 10000 Megawattstunden im Jahr. Biogas liefert zum Beispiel auch die Energie für das zentrale Blockheizkraftwerk im Baugebiet „Am Sommerfeld“ in der Gartenstadt. Das Kraftwerk versorgt die Häuser mit Wärme. Das Biogas zum Betrieb der Anlage wird in einer großen Biogasanlage in Stockheim erzeugt und über eine zwei Kilometer lange Leitung in die Gartenstadt gebracht.

Auch die Häuser im aktuellen Baugebiet „Frühlingswiese“ in der Gartenstadt werden an das Wärmenetz angschlossen. Der Anteil der erneuerbaren Energien im Strom, den Stadtwerke-Kunden beziehen, betrug 2013 rund 32,5 Prozent. Atomstrom ist rechnerisch nur noch mit 17,3 Prozent vertreten. Mit rund 45 Prozent ist Strom aus Kohle der Spitzenreiter.

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