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Sanierung

28.05.2015

Entschärfte Pläne

Räte sehen Gesprächen zur Maximilianstraße gelassen entgegen

Noch vor der Sommerpause will die Stadt Mindelheim über die Umbaupläne der Unteren Maximilianstraße mit den Bürgern abschließend diskutieren. Der Termin steht noch nicht exakt fest, weil er mit der Agentur Identität & Image abgestimmt werden muss, die seit Jahren den Dialog zwischen Bürgern und Stadt moderiert. Bürgermeister Stephan Winter und die Stadträte gehen davon aus, dass es ein ruhiger Abend werden wird. Gegenwind zu den Plänen erwartet niemand.

Das habe zwei Gründe, wie der Rathauschef kürzlich vor dem Stadtrat ausführte. Die Planung habe sich sehr eng an den Vorgaben der Bürger orientiert, die diese im Vorjahr in der sogenannten Zukunftswerkstatt zu Papier gebracht hatten. Zum anderen dürfte sich das strittigste Thema erledigt haben, die Verkehrsführung.

Nur am Unteren Tor einfahren und nur über die Gerberstraße ausfahren, diese Idee hat sich erledigt. Grund dafür ist eine Verkehrszählung, die spürbar weniger Autos erfasste als zuvor angenommen. Damit verträgt das Untere Tor ein Ein- und Ausfahren gleichermaßen.

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Diskussionsstoff könnte allenfalls die Planung bieten, den ein- und ausfahrenden Verkehr nur noch über einen der beiden Durchlässe zu führen. Die zweite Röhre soll Fußgängern vorbehalten werden. Die Begründung für diese Planung lieferte Architekt Reiser vor dem Stadtrat: Der Platz vor der Jesuitenkirche soll aufgewertet werden. 2016, unmittelbar nach dem Frühjahrsmarkt, will die Stadt den vierten Bauabschnitt angehen. Laut Architekt Reiser ist dies der anspruchsvollste und komplizierteste. Die Brücke, das Wasser und die Topographie forderten die Planer im unteren Teil der Stadt besonders.

Große Einigkeit habe darin bestanden, das Wasser „im Stadtbild hervorzuheben“. Das wäre eine wesentliche Verbesserung, sagte Reiser. Die Brücke wird 7,50 Meter breit werden. Zum Bach werde das Ufer in Terrassenform angelegt.

Weil die Museen künftig über den Schrannenplatz betreten werden sollen, wird dieser Platz sein Nischendasein verlieren. Er erhält auch eine Fläche für abgestellte Fahrräder.

Auch mit Natur und Kunst soll gepunktet werden. So enthalten die Pläne ein kleines „Paradiesgärtchen“ an der Jesuitenkirche. Und es soll eine 3,75 Meter hohe Pyramide auf der Maximilianstraße auf Höhe des westlichen Teils der städtischen Sing- und Musikschule geben. Ob das schon das letzte Wort ist, ist unklar. CSU-Fraktionschef Christoph Walter ahnt bereits, dass „der eine oder andere Mindelheimer damit Schwierigkeiten haben wird“. Für ihn sei aber das große Ganze entscheidend. Und das sei eine spürbare Aufwertung des unteren Teils der Maximilianstraße. Niemand im Stadtrat widersprach. (jsto)

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