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Schule

01.08.2011

Er wurde Lehrer, weil er Kinder mag

Die Kinder der Klasse 3b der Grundschule Dirlewang trommelten viele gute Wünsche für ihren Rektor Günther Spring, der in den Ruhestand geht.
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Die Kinder der Klasse 3b der Grundschule Dirlewang trommelten viele gute Wünsche für ihren Rektor Günther Spring, der in den Ruhestand geht.
Bild: Fotos: sid

Rektor Günther Spring an der Volksschule Dirlewang verabschiedet

Dirlewang Sie klatschten, stampften mit den Füßen, trommelten und schrien vor Begeisterung, wenn sie applaudierten: die Kinder der Volksschule Dirlewang. Es war ein besonderer Tag für sie, spannend, voller Rhythmik und Freude. Für Rektor Günther Spring war es ein Tag des Abschieds, von seinem Amt, von seiner Schule. Er geht in den Ruhestand.

Viele gute Wünsche begleiteten ihn an dieser „Weggabelung des Lebens“. Die Schüler der Klasse 3b trommelten die Wünsche „Glück, Zuversicht, Gesundheit, Liebe, langes Leben, Sonnenschein, Freude“, sagten herzlich „Danke“ und riefen ihm „Alles Gute“ zu. Gemeinsam sangen und spielten sie „Ich wünsch’ dir einen Regenbogen“. Sie schenkten ihm „Seifenblasen, die spiegeln mein Gesicht“, eine „weiße Wolke“, einen „Kieselstein“ und einen „Luftballon“. Sie schenkten ihm zum Abschied einen digitalen Bilderrahmen, damit er immer an die guten Zeiten seines Wirkens erinnert würde.

Konrektorin Heike Trunk überreichte im Namen des Lehrerkollegiums eine Holzskulptur. Gemeinsam mit Elisabeth Ott und Michaela Herrmanns brachte sie zarte Weisen an Violine und Gitarre zu Gehör. Der Lehrerchor sang mit Inbrunst: „Gott sei mit dir!“ Es war ein heiteres und auch wehmütiges Fest zur Verabschiedung in den Ruhestand.

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In der Erinnerung „an unser gemeinsames Arbeiten“ zitierte die Schulamtsdirektorin Elisabeth Fuß von den Staatlichen Schulämtern im Landkreis und der Stadt Memmingen aus dem „Kleinen Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery den Weichensteller: „Man ist nie zufrieden dort, wo man ist.“ Traf das auch auf Günther Spring zu? Sie sagte: „Denke ich an Ihre Tätigkeit in der Schule, so muss ich die Behauptung des Weichenstellers aufs Schärfste zurückweisen. Sie wollten bleiben, an der Stelle, an der Sie Verantwortung übernommen haben.“

Spring sei kein Mensch gewesen, der Rampenlicht brauchte, keinen schnellen Beifall gesucht habe. Er sei vielmehr leise, besonnen, beständig, ruhig, verlässlich und einfühlsam in seinem Wirken gewesen. Elisabeth Fuß berichtete über sein Leben, über seinen Werdegang bis zum Rektor der Volksschule Dirlewang und über seine besonderen Interessen. Sie sprach den Dank des Freistaates Bayern, des Schulamtes und ihren ganz persönlichen Dank für die Dienste aus, die er geleistet habe. Er sei „Lehrer geworden, weil er Kinder und Jugendliche mag“. Das sei immer zu spüren gewesen.

Das bestätigten auch Bürgermeister Alois Mayer und die Vorsitzende des Elternbeirates, Christine Reisländer, die Leiterin der Kindertagesstätte von Dirlewang, Silke Leins, und die zweite Vorsitzende des Fördervereins „Hand in Hand“, Juliane Stingl.

Konrektorin Heike Trunk berichtete, die Tür zum Büro von Günther Spring habe immer für jeden offen gestanden. Spring gestand nach den Lobesworten: „Eigentlich bin ich sprachlos. Ich halte es fast nicht aus.“ Er dankte dem Kollegium herzlich für den „Stress vor dem Schuljahresende“, dankte „seinen Damen an dieser Schule“ und stellte fest: „Sie alle haben heute einen Rock an.“ Das gebe es nur an Festtagen, denn sonst hätten sie „die Hosen“ an. Er betonte: „Es soll nicht Trauer vorherrschen. Ich bin dankbar, dass ich mit euch und mit der ganzen Schulfamilie zusammenarbeiten durfte.“

Mit Günther Spring wurden auch Helga Götzfried und Martina Maier nach 20 Jahren Arbeit an der Schule festlich verabschiedet. Die Instrumentalgruppe der Klasse 3a wünschte mit Klarinetten und Saxofon „Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen“. (sid)

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