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Musik in Westernach

25.11.2017

Erfolg nach intensiver Probenwoche

Viel Applaus gab es beim Jahreskonzert für die Musiker des Musikvereins Westernach.
Bild: Maria Schmid

Beinahe wäre das Westernacher Jahreskonzert ausgefallen. Dann sprang Alfred Schneider ein.

„So schön ist Blasmusik“ hieß nicht nur einer der vielen Musiktitel beim Jahreskonzert im gemütlichen Heim des Musikvereins Westernach. Die 38 Musikerinnen und Musiker zeigten ein äußerst harmonisches Spiel, das nicht nur ihnen Freude bereitete – und das nach der unerwartet und kurzfristig beschlossenen Trennung „in gegenseitigem Einvernehmen“ von Dirigent Hans Eidelsburger.

Gut, dass es in den eigenen Reihen den beliebten und versierten Ehrendirigenten Alfred Schneider gibt, der sofort einsprang. Er sagte, es sei eine harte Probenwoche gewesen, aber als Ehrenmitglied auch eine Ehre, für den Verein, für die Musiker da zu sein. Ansonsten hätte das so beliebte Jahreskonzert ausfallen müssen.

Für Bürgermeister Stephan Winter klang das bei seinem Grußwort „einfach so wie früher“, als Alfred Schneider der langjährige Dirigent gewesen sei. Ein großes Kompliment ging an alle Musikanten. Er dankte auch den beiden neuen Vorsitzenden Florian Scholz und Florian Dolp, nach sechzehn Jahren mit Markus Sontheimer an der Spitze, für das große Engagement, vor allem für die tolle Jugendarbeit. Die Jugendkapelle KW3 (Oberkammlach, Unterkammlach, Westernach) mit ihren 13 jungen Musikern zeigte zu Beginn des Konzertes unter der Leitung von Roman Albrecht bereits ein beachtliches Zusammenspiel. Das war „A good Start“ und führte unweigerlich mit „Irish Dream“ auf die grüne Insel. Kräftiger Applaus des Publikums im voll besetzten Saal war wohl verdient. Schließlich zeigten die „Zauberlehrlinge“, was sie im „Zauberland“ Musik gelernt hatten.

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Die Moderatorin überzeugt auch als Solistin

Nachdem die Stammkapelle die Bühne betreten hatte, erklang die volltönende „Festivus Fanfare“, sehr festlich und auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmend. Der Marsch „Euphoria“, ebenfalls von Martin Scharnagl komponiert, zeigte, wie euphorisch die Musikanten tatsächlich an ihre Arbeit herangingen, die für das Publikum nur Freude bedeutete. Das traf auch auf die Moderatorin zu. Julia Schnitzler gelang es bereits zum siebten Mal, mit ihren interessanten Ausführungen zu Titeln und Komponisten, dass die Gäste aufmerksam lauschten. Doch sie zeigte ihre Talente nicht nur hierin, sondern auch bei ihrem Spiel am Flügelhorn und erst recht als Gesangssolistin. „Wie im Himmel“ heißt ein schwedischer Erfolgsfilm mit dem mehr als beliebten Solotitel „Gabriella’s Song“. Julia Schnitzler sang mit einer Stimme, die Gänsehaut erzeugt: „Ich will nur glücklich sein, dass ich bin wie ich bin, stark und frei sein…“.

Die Flügelhornisten Johann Schnitzler und Thomas Müller bewiesen mit „Das goldene Flügelhorn“, dass sie gemeinsam mit Anja Schuster und Alfred Schneider, unterstützt von den Musikanten, als Duo und Quartett erfolgreich waren. Klar war der Sieger die Blasmusik, wie auch der Walzer „Du, nur Du!“ deutlich machte. Das bestätigte Anton Jall vom Allgäu Schwäbischen Musikbund. Hubert Fröhlich, stellvertretender Präsident des ASM-Bezirk 10 Mindelheim unterstützte ihn dabei. Jall sagte, in Westernach würde seit 46 Jahren traditionelle Blasmusik gemacht: „Da sind noch Gründungsmitglieder auf der Bühne!“ Er bedankte sich bei Markus Sontheimer für die hervorragende Arbeit und gratulierte nicht nur dem jetzigen „Florian-Duo“ an der Spitze.

Gratulationen gingen auch im Namen von Präsident Andreas Schuster an die treuen Mitglieder Jessica Häfele, Lisa Preisinger, Anna Salger und Tobias Strobel (je zehn Jahre), Stefanie Heinzelmann, Julia Schnitzler, Anja Schuster und Carina Schuster (15 Jahre), Florian Dolp, Sonja Huber und Marianne Schmalholz (20 Jahre). Die D1-Prüfung bestand mit bestem Erfolg Sebastian Vogt. Erst nach mehreren Zugaben, darunter dem Marsch „AllgäuLand“, durften die Musikanten von der Bühne gehen, nicht ohne kräftigen Beifall der Gäste.

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