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Geschichte

15.12.2020

Erinnern an einen mutigen Gottesmann

Bischof Johannes Sproll kehrte nach Kriegsende in seine Diözese zurück.
Bild: Diözese/Pressestelle

Ein von den Nazis vertriebener Bischof fand zuerst in Wörishofen Zuflucht.

Die Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland ist die Geschichte unvorstellbarer Gräueltaten ebenso wie großen Mutes. Besonderen Mut hatten in der Hitler-Zeit die Mallersdorfer Schwestern in Bad Wörishofen gezeigt sowie die Schwestern der Ursberger St.-Josefs-Kongregation. Sie hatten einem von den Nazis vertriebenen Bischof Unterschlupf gewährt.

Vor zwei Jahren hatte es auf Initiative des früheren Bundestagsabgeordneten Robert Antretter, der lange Zeit in Mindelheim gelebt hat und heute im Raum Stuttgart daheim ist, eine feierliche Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestags gegeben für den Rottenburger Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll. Dieser war von den Nazis aus seiner Diözese vertrieben worden.

Sproll fand Zuflucht im Kneipp-Kurhaus St. Josef in Bad Wörishofen, wo er bei den Mallersdorfer Schwestern für einige Tage Aufnahme fand. Ein Pontifikalamt, zelebriert vom Rottenburger Bischof Gebhard Fürst und seinem Regensburger Amtsbruder Rudolf Voderholzer, in der Bad Wörishofer Pfarrkirche St. Justina, sowie ein Festakt im Park des Kurhauses St. Josef bildeten die Höhepunkte zur Erinnerung an den mutigen Bischof und die Schwestern, die ihrerseits in der Angst leben mussten, verraten zu werden.

Nun hat Bischof Fürst aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart Robert Antretter gebeten, der auch Ehrenvorsitzender der Lebenshilfe Deutschland ist, in Zusammenarbeit mit den Schwestern der Ursberger St.-Josefs-Kongregation einen Festakt in Ursberg und Bad Krumbad vorzubereiten.

In dessen Mittelpunkt wird der Dank an die Ursberger Schwestern stehen, die Bischof Sproll von 1938 bis Frühjahr 1945, Asyl gegeben haben. Die genaue Terminfestlegung wird erfolgen, wenn die Corona-Pandemie-Bedingungen wieder präzise Planungen zulassen. (mz)

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