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19.10.2009

Erneuter Führungswechsel im Maristeninternat

Mindelheim Nach nur einem Schuljahr hat es im Direktorat des Maristeninternats wieder einen personellen Wechsel gegeben. Albert Schuster heißt der neue Leiter, nachdem der Vertrag mit seinem Vorgänger Dr. Stefan Hannen nicht verlängert wurde.

Hannen wollte vorerst nicht von München nach Mindelheim ziehen, da er seinen kranken Vater in München pflegen möchte, erklärte Frater Alois, der für Deutschland zuständige Ordensbeauftragte. "Dass der Heimleiter nach Ende der Probezeit in der Nähe wohnt, sehen wir aber als unbedingt notwendig an", so Frater Alois weiter. Daher steht seit 1. Oktober mit Albert Schuster ein neuer Mann an der Spitze des Internats.

In einem Internat begann seine berufliche Tätigkeit

Schusters Wurzeln liegen ebenfalls in München, dort wurde er 1965 geboren. Wohnhaft ist er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Vaterstetten. Seine erste Tätigkeit hatte der staatlich anerkannte Erzieher am Benediktinerinternat in Münsterschwarzach. Anschließend leitete Schuster ein heilpädagogisches Kinderheim in einem Münchner Vorort, ehe er Diplom-Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit studierte. Die vergangenen fünf Jahre war er "Maßnahmen-Manager"bei einem Bildungsträger, der Jugendliche, die keinen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt haben, in handwerklichen Berufen ausbildet. Parallel dazu absolvierte er den Masterstudiengang "Ethical Management - Werteorientierte Personalführung und Organisationsentwicklung".

Erneuter Führungswechsel im Maristeninternat

"Damit habe ich mich für die Stelle in Mindelheim qualifiziert", sagt Schuster, der in seiner Freizeit Motorrad fährt, aber auch gerne kocht. Dass gerade nach seinem Abschluss der Posten in Mindelheim frei wurde, bezeichnet er als "Ruf Gottes". Seine ersten Eindrücke von Stadt und Region seien sehr positiv. "Ein wunderschöner Landstrich", so der neue Internatsleiter. Sollte sein Vertrag nach diesem Schuljahr verlängert werden, werde er mit seiner Familie auch hierher ziehen.

Doch zunächst steht für Schuster der Start in die neue Aufgabe an. Die Erfahrungen aus seinem bisherigen Werdegang, so glaubt er, könnten ihm dabei nützlich sein. "Bei mir ist das grundsätzliche Verständnis für ein Leben in Ordensgemeinschaften vorhanden." Auch von der Person des Marzellin Champagnat, dem Gründer der Maristenbrüder, zeigt er sich schon beeindruckt. "Ich kannte vorher nicht. Aber nun imponiert mir seine Gestalt, sein Charisma." Als eine seiner Hauptaufgaben sieht es Schuster, nach den jüngsten Entwicklungen wieder Ruhe, Stabilität und Verlässlichkeit ins Haus zu bringen, das aber "keinesfalls unaufgeräumt" ist, wie er betont. Die Kinder sollen sich wohlfühlen, die Eltern wissen, dass nach wie vor eine spirituelle, katholische Ausrichtung herrscht. "Das ist unsere Marke, damit müssen wir punkten. Wir wollen ein Ort sein, wo Werte gelebt werden und wertvolle Menschen heranwachsen." Dabei will Schuster ein Augenmerk darauf legen, dass das Verhältnis zwischen Tradition und Dynamik stets ausgewogen ist. Das Zitat "Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers", soll ein Leitsatz sein. Die Kompetenzen im Maristeninternat dafür seien hervorragend. Seinen Eindrücken nach würden die Erzieher besonders engagiert arbeiten, so der gebürtige Münchner. Er meint, dass es wieder einen Trend zum Internat gebe, wobei die Qualität entscheidend sei. Und diese sieht Schuster in Mindelheim als enorm hoch an. "Hier gibt es ein tolles Fundament."

Für sein erstes Schuljahr wünscht sich der neue Leiter, dass die Schüler gerne im Internat sind und es als "Ort der Heimat" empfinden. Außerdem sollen die Eltern sagen können, dass die Entscheidung, ihr Kind zu den Maristen zu schicken, richtig war.

Schuster hofft auch, dass die Stadt Mindelheim stolz bleiben kann auf die Schule und das Internat. "Wir leben hier ja nicht in einer Enklave, sondern tragen zum Gesamtcharisma des Orts bei."

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