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Kraftwerk

09.01.2013

Etappensieg für die Anwohner

Im Türkheimer Kraftwerk sollte das Wasser um 60 Zentimeter höher angestaut werden. Die Anwohner sind allerdings gegen das Vorhaben.

Mehr als 100 Einwendungen sind im Landratsamt eingegangen. Ein weiterer Aufstau der Wertach ist damit vorerst gestoppt

Türkheim Es wäre ein Versuch gewesen, doch die Angst der Anwohner war offenbar zu groß – Angst vor Hochwasser im Keller, vor negativen Auswirkungen auf den Auwald, die Fische und die Wertach.

Das Wasserkraftwerk im Norden Türkheims ist schon seit mehreren Monaten Streitpunkt in der Gemeinde. Kraftwerksbetreiber Alois Ruf will die Wertach um 60 Zentimeter höher anstauen, um zehn Prozent mehr Strom zu gewinnen. Bauliche Änderungen an dem Kraftwerk sind dafür nicht nötig. Landrat Hans-Joachim Weirather hatte erklärt, dass es um eine „probeweise Stauzielerhöhung“ gehe. Ein Versuch also, der bei Problemen sofort wieder abgebrochen werden kann.

Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt hatten schon ihre Zustimmung signalisiert. Doch die Anwohner im Gewerbegebiet der Ettringer Straße befürchten Schäden, wenn der Wasserpegel angehoben wird. Daher reagierten sie mit einer großen Zahl von schriftlichen Einwendungen: Mehr als 100 Äußerungen gingen beim Landratsamt ein. Nun reagiert die Gemeinde Türkheim mit einer Bekanntmachung: Darin steht, „dass der beabsichtigte zeitlich befristete Aufstauversuch durch das Landratsamt Unterallgäu nicht durchgeführt wird.“

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Entweder verzichten oder ein förmliches Verfahren starten

Damit ist das Vorhaben erst einmal gestoppt. Kraftwerksbetreiber Ruf hat nun zwei Möglichkeiten: Entweder ganz verzichten oder einen wasserrechtlichen Gestattungsantrag stellen. Letzterer erfordere jedoch „die Durchführung eines förmlichen Genehmigungsverfahrens mit Öffentlichkeitsbeteiligung“, heißt es in dem Schreiben. Das bedeutet vor allem: ein aufwendiges Verfahren, mit Gutachten und einem Erörterungstermin. (abar)

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