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30.03.2009

Fahrradtransport im Zug: Bahn will keine Ausnahmen

Kempten (mun) - Ab 1. April treten die neuen Tarife für die Beförderung von Fahrrädern in Zügen im bayerischen Nahverkehr in Kraft. Die Proteste von Regionalpolitikern, IHK, Bund Naturschutz und Allgemeinem Deutschen Fahrradclub (ADFC) gegen die Neuregelung blieben bisher wirkungslos.

Wie mehrmals berichtet, hatte die Bahn im gesamten Allgäu jahrelang Fahrräder für Bahnreisende kostenlos transportiert - die Landkreise hatten dem Unternehmen dafür eine Jahrespauschale gezahlt.

Bei den letzten Verhandlungen forderte die Bahn allerdings teilweise das Zwanzigfache des bis dahin relativ geringen Betrags. Der Landkreis Ostallgäu sollte beispielsweise 100 000 statt der bisherigen 6000 Euro pro Jahr bezahlen.

Was früher die Gebietskörperschaften zahlten, muss jetzt der Fahrgast berappen: mit der neuen bayernweit gültigen Fahrradkarte für 4,50 Euro oder dem preiswerteren Kurzstrecken-Ticket samt Familien-Komponente (Grafik).

Fahrradtransport im Zug: Bahn will keine Ausnahmen

Bahnsprecher: "Wir wollen weg vom Fleckerlteppich"

Dass es doch noch zu neuen Pauschalzahlungs-Verträgen zwischen den einzelnen Allgäuer Landkreisen und der Bahn in Bayern kommen könnte, hält IHK-Regionalgeschäftsführer Klaus Fischer für unwahrscheinlich.

Es sei der erklärte Wille des Unternehmens, eine bayernweite einheitliche Lösung für den Fahrradtransport im Nahverkehr zu schaffen, betont denn auch Bahn-Pressesprecher Franz Lindemair: "Wir wollen weg von dem bisherigen Fleckerlteppich" mit unterschiedlichen Regelungen von einer Landkreisgrenze zur anderen.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: In den Landkreisen Cham (Oberpfalz) und Neu-Ulm gibt es Verträge für eine pauschalierte Zahlung der Fahrradbeförderung durch die Kreise. Lindemair begründet diese "Ausnahmeregelungen" mit bestehenden Nahverkehrs-Verbünden.

Im Landkreis Berchtesgaden werden Fahrräder noch bis auf weiteres auf einer Strecke gegen eine vom Kreis gezahlte Pauschale befördert. Lindemair: "Aber das wird sich auch noch ändern."

Auf die neue Tarifstruktur habe es "auch viel positive Resonanz" gegeben, versichert Bahnsprecher Lindemair und spricht von einer "guten Lösung".

Naturschützer wollen Erhalt der umweltfreundlichen Mobilität

Das sieht der Bund Naturschutz ganz anders. Die umweltfreundliche Mobilität durch einen für den Fahrgast kostenlosen Radltransport müsse erhalten bleiben, heißt es in einer Resolution.

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