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Eine-Welt-Kreis

06.11.2017

Fairer handeln, künftig als Genossen

Nägel mit Köpfen: Mit der Informationsveranstaltung, bei der Gebhard Dischler und Ursel Thiemann das Projekt Eine-Welt-Laden in Bad Wörishofen vorstellten, wurde dieser gleich auf den Weg gebracht.
Bild: Helmut Bader

Der Weltladen zieht in Bad Wörishofens Innenstadt. Damit wollen die Verantwortlichen ein Zeichen setzen. Dazu verbünden sie sich mit dem Nachbarlandkreis

Die Kneippstadt bekommt einen Weltladen in der Innenstadt. Nach einer Informationsveranstaltung ist nun sicher, dass dieses ambitionierte Projekt Wirklichkeit wird. Rund 20 Besucher haben sich bereit erklärt, dabei im Verkauf oder anderweitig mitzuwirken. Weitere Helfer werden aber noch benötigt.

Ursel Thiemann vom Eine-Welt-Arbeitskreis Bad Wörishofen hatte zu der Veranstaltung Gebhard Dischler aus Schwabmünchen eingeladen, der die „Weltladen Lech-Wertach e.G.“ als Genossenschaft mitbetreut. Dischler erläuterte die weitere Vorgehensweise in Bad Wörishofen, denn auch die Kneippstädter werden nun Genossen. Der Wörishofer Verbund hat sich inzwischen dieser Genossenschaft angeschlossen und Ursel Thiemann wird dort künftig als Vorstandsmitglied fungieren.

Inzwischen wurde auch bereits ein passender Laden gefunden. Er befindet sich in der Bürgermeister Stöckle-Straße, gegenüber vom Modegeschäft Ländle. Als Ziel für die Eröffnung fassen Thiemann und ihre Mitstreiter den 1. März 2018 ins Auge. Gebhard Dischler gab sich sehr zuversichtlich, dass das Projekt auch in Bad Wörishofen funktionieren wird. Als zeitlichen Rahmen für die ehrenamtlichen Helfer gab er etwa vier Stunden alle zwei Wochen an. Da das Unternehmen als Genossenschaft geführt wird, können jetzt Anteile zu jeweils 50 Euro erworben werden. Die Genossenschaft gehört gleichzeitig dem Eine-Welt-Dachverband an, der Verein bleibt dennoch als gemeinnütziger Verein bestehen.

Carmen Wolf vom Kneippstädter Eine-Welt-Team betonte in diesem Zusammenhang erneut, dass sich am bestehenden Verein in Bad Wörishofen nichts ändern wird. Er wird seine Projekte in armen Ländern weiterhin unterstützen und auch Aktionen zum Erlangen von Spenden veranstalten. Ihr gehe es bei dem Laden vor allem darum, dass durch den höheren Umsatz die Arbeitswelt in den Entwicklungsländern als Hilfe zur Selbsthilfe viel besser unterstützt werden könne.

Nun gelte es, so Gebhard Dischler, weitere Mitarbeiter zu gewinnen und den Laden mit Produkten, die überwiegend von Gepa, dem Hauptlieferanten solcher Waren, geliefert würden, zu bestücken. Dass die Ladenmiete aus dem Verkauf bestritten werden könne, dafür sehe er bei dem zu erwartenden Umsatz keine Probleme, wenn man die Erfolge in vergleichbaren Städten zum Vergleich nehme. Schließlich habe sich im Kaufverhalten der Menschen der Eine-Welt-Gedanke durchaus bereits festgesetzt, wenn das Angebot eben entsprechend ist. Bei der Erstausstattung und der Anschubfinanzierung ist die bestehende Genossenschaft mit im Boot. Mit dem neuen Laden will der Eine-Welt-Arbeitskreis auch ein Zeichen setzen. Bislang verkauft er in einem kleinen Raum im evangelischen Pfarrzentrum. Bad Wörishofen ist bereits Fair-Trade-Stadt. Nun soll der Fair-Trade-Gedanke dauerhaft in die Mitte der Menschen getragen werden.

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