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Bürgerbefragung im Unterallgäu

04.06.2009

Fast alle wollen im Alter zu Hause wohnen

Über 98 Prozent der Menschen wollen im Alter zu Hause wohnen. Das hat eine Befragung von über 1000 Unterallgäuern ergeben. Jetzt soll ein neues Seniorenkonzept erstellt werden.

Unterallgäu (mz) - Mehr als 1000 Unterallgäuer haben sich an einer Bürgerbefragung beteiligt, aus der in den nächsten Monaten ein neues Seniorenkonzept für den Landkreis entstehen soll. Erstes, eindeutiges Ergebnis: Über 98 Prozent der Befragten ist es sehr wichtig, im Alter zu Hause wohnen zu können.

Gleichzeitig formulierten die parallel zur Befragung arbeitenden Arbeitsgruppen bereits zwei wichtige Ziele: Im Landratsamt soll eine Stelle eingerichtet werden, die verschiedene Angebote für Senioren und deren Angehörige neutral koordiniert. Zudem sollen die Seniorenbeauftragten in den Gemeinden gestärkt und geschult werden.

Nach einer großen Auftaktveranstaltung im Mindelheimer Forum im Januar waren 14 Arbeitsgruppen gebildet worden, bestehend aus insgesamt 100 Vertretern der Kreistagsfraktionen, der Gemeinden, der Altenpflegeheime und ambulanten Dienste, Ärzte, freiwillig Engagierte und Vertreter verschiedener Institutionen. Sie befassten sich mit Themen wie bürgerschaftlichem Engagement, generationsübergreifenden Angeboten, Wohnangeboten, der Unterstützung pflegender Angehöriger, Betreuungs- und Pflegeangeboten oder mit Hospizdiensten.

Fast alle wollen im Alter zu Hause wohnen

Gleichzeitig waren Fragebögen an Gemeinden, an Seniorenbeauftragte, an die verschiedenen Einrichtungen für Senioren und an über 2500 über 55-jährige Kreisbürger verschickt worden. Darin ging es um Fragen wie "Gibt es eine Person, auf die Sie sich im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit vollkommen verlassen würden?" oder "Nutzen Sie vorhandene Betreuungs- und Versorgungsangebote?". Dass von den Bürgern über 1000 Fragebögen ausgefüllt zurückgeschickt wurden, freue sie sehr, betont die zuständige Abteilungsleiterin am Landratsamt, Dr. Maria Bachmaier. "So können wir in den nächsten Wochen herausfinden, wo wir im Unterallgäu handeln müssen, wo wir Voraussetzungen schaffen können, damit jeder im Alter so lange wie möglich daheim wohnen kann."

In den kommenden Wochen werden die Fragebögen nun von der Hochschule Ravensburg-Weingarten im Detail ausgewertet und ein erster Entwurf für das künftige Seniorenkonzept erarbeitet.

In diesen Entwurf fließt nach Angaben von Dr. Bachmaier auch die Arbeit der Arbeitsgruppen ein. Schließlich werde sich der Kreistag in der zweiten Jahreshälfte mit dem neuen seniorenpolitischen Gesamtkonzept für den Landkreis Unterallgäu befassen.

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