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Musik

21.12.2015

Feuertaufe klangvoll bestanden

Julia Gleich
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Julia Gleich

Die neue Dirigentin Julia Gleich stellte mit der Musikkapelle Unteregg-Oberegg ein großartiges Jahreskonzert auf die Beine

Der Adlersaal war prall gefüllt, als die Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle Unteregg-Oberegg auf die Bühne marschierten. Voller Spannung warteten die Zuhörer auf die neue „Frontfrau“ der Blaskapelle: Julia Gleich. Und was die 22-jährige Obereggerin mit ihrem Bläserensemble auf die Bühne zauberte, war „ein gewaltiges Konzert mit einer hohen Qualität von einem harmonischen Orchester“, wie es der ASM-Bezirksvorsitzende Andreas Schuster, treffend in Worte fasste. Wie recht er hatte, merkte man auch am starken Beifall nach dem rund zweistündigen Konzert, und an den nicht enden wollenden Zugabe-Rufen.

Zu Beginn legte sich das Orchester klanggewaltig mit dem Konzertmarsch „Arsenal“ so richtig ins Zeug. Mit der lebhaften Ouvertüre „A Huntingdon Celebration“ präsentierten sie einen bunten Melodien-Mix und das Stück „Present“ konnte wahrlich als Geschenk für die Ohren zu werten sein. Maria Müller, die auch in diesem Jahr wieder mit ihrer launigen Moderation durchs Programm führte, gehört größtes Lob. Mühevoll stellte sie in kleinen Reimen die einzelnen Register vor und sogar eine Frage, wie bei „Wer wird Millionär“ durfte nicht fehlen. Da war es fast selbstverständlich, dass Andreas Schuster als „Joker“ für Pater Eli einsprang.

Als Glanzstück des Abends kann das anspruchsvolle und bekannte Werk von Carl Orff „Music from Carmina Burana“ bezeichnet werden. Die Musikerinnen und Musiker boten dabei alles, was ein Blasorchester zu bieten hat: Filigrane Holzbläser oder auch entfesselte Trompeten mit dem majestätischen Finale „O Fortuna“.

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Eine tragende Rolle hatte bei „Voyage into the blue“ das tiefe Blech. Eindrucksvoll stellten sie unter Beweis, welch Ausdruck, Stimmgewalt und Feinheit in ihren Instrumenten steckt.

Beim Marsch „Mars de medici“, der Ballade von Alexander Pfluger „Bavaria“ und dem beschwingten Stück „Hobbits dance and hymn“ zeigten sie eindrucksvoll, wie facettenreich Blasmusik sein kann. Dabei gab es auch beeindruckende Soloparts von Florian und Stefan Fröhlich zu hören.

Bei „Lord of the dance“ huschte zwar niemand als Michael Flatley über die Bühne, doch musikalisch trumpfte das Stück wahrlich auf. Da war Fingerfertigkeit gefragt! Am Ende dampfte noch der „Polar Express“ durch die Besucherreihen und nahm die Gäste mit auf eine weihnachtliche Reise.

Die beiden Zugaben „Steeephans Polka“ und der „Radetzky Marsch“ waren bei diesem Hörgenuss fast zu wenig und das Publikum wollte nicht nach Hause gehen.

Damit hat Julia Gleich als Dirigentin die Feuertaufe mit Bravour bestanden.

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