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Kammlach

31.01.2020

Firmen bekommen bei Kammlach neue Flächen

Zuletzt hat sich die Bettenwelt auf dem Gewerbepark bei Kammlach angesiedelt. Nun sollen kleinere Betriebe hinzukommen.
Bild: Archivfoto: Tom Engel

Der Industrie- und Gewerbepark in Kammlach wird größer. Diesmal sollen kleinere Betriebe zum Zug kommen. Kritik kommt vom Bauernverband.

Der Industrie- und Gewerbepark Kammlach wird um zehn Hektar vergrößert. Damit wollen die fünf im Zweckverband zusammengeschlossenen Kommunen Mindelheim, Kammlach, Unteregg, Apfeltrach und Stetten kleineren Firmen eine Möglichkeit zur Erweiterung geben, die bisher leer ausgegangen sind.

Der Mindelheimer Stadtrat gab mit einer Gegenstimme grünes Licht. Peter Miller ( ÖDP) begründete sein Nein damit, Grund und Boden ließen sich nicht vermehren. „Es muss jetzt reichen, wir müssen die Bremse ziehen“. Der interkommunale Industrie- und Gewerbepark war 2004 auf den Weg gebracht worden. Seither wurden zwei Bauabschnitte verwirklicht. Mit der Recyclingfirma für Altreifen Genan und dem Logistikzentrum der Bettenwelt (Dänisches Bettenlager) sind zwei Unternehmen angesiedelt worden. Beim dritten Bauabschnitt nun stehen nicht mehr die großen Unternehmen im Mittelpunkt. Kleinere sollen sich hier erweitern können, deutete der Planer Lothar Zettler von Lars Consult an.

Der Landwirtschaft würden bei Kammlach zehn Hektar Fläche entzogen, kritisiert der Bauernverband

Die Stadträte hatten sich mit Einwendungen zu befassen, die seit der öffentlichen Auslegung der Pläne vom 8. November bis 9. Dezember eingegangen waren. Im Kern war es lediglich der Bayerische Bauernverband, der kritisierte, dass der Landwirtschaft zehn Hektar Fläche entzogen werden. Zettler räumte den Zielkonflikt zwischen den Betrieben, die Flächen für eine Erweiterung benötigen und der Landwirtschaft ein. Es gehe aber darum, den interkommunalen Gewerbepark für kleinere Betriebe bereitzustellen, damit sich der Flächenverbrauch in den Ortschaften verringert.

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Für die Gesamtfläche von 27 Hektar, die der Gewerbepark künftig umfasst, mussten ökologische Ausgleichsflächen geschaffen werden. Zettler betonte, es seien vor allem nicht landwirtschaftliche Flächen hergenommen worden, die nicht intensiv genutzt werden. Bürgermeister Stephan Winter sagte, es sei nicht leicht, genügend Ausgleichsflächen zu bekommen. Es sei aber versucht worden, die Belange des Bauernverbandes bestmöglich umzusetzen. „Den Flächenverbrauch können wir aber nicht wegdiskutieren“. Die Alternative wäre, den Firmen zu sagen, wir können keine weiteren Flächen anbieten.

Noch vor Jahren hatte auch Ursula Kiefersauer gegen den Flächenverbrauch gestimmt. Diesmal stimmte sie für die Erweiterung, weil sie die „Not der Unternehmer“ anerkennt. Es sei das Dilemma unserer Zeit, dass hier zwei gegensätzliche Interessen aufeinanderprallen.

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