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Mindelheim

26.02.2020

Fit in der Fastenzeit: MZ-Redakteur wagt das Experiment

Trainer Jürgen Reisach (links) wird in den nächsten Wochen versuchen, MZ-Redakteur Ulf Lippmann in Schwung zu bringen. Der bekennende Sportmuffel wird von seinem Fitness-Experiment regelmäßig berichten.
Bild: wool

Plus Ulf Lippmann will die Fastenzeit nutzen, um fitter zu werden – und hat sich dazu einen Profi geholt. Einen ersten Schock musste er auch schon verkraften.

Gerade waren sie noch alle völlig aus dem Häuschen, je verrückter, desto besser. Doch kaum ist der Fasching vorbei, regiert wieder die Vernunft. In der Fastenzeit noch mehr als sonst. Nicht nur aus religiösen Motiven, sondern auch, um etwas für die Gesundheit zu tun, wird meditiert, gesportelt oder auf alles Mögliche verzichtet.

Ich habe jahrelang versucht, all das zu ignorieren. Habe weiter Süßes gegessen, Wein getrunken und Sport nicht einmal im Fernsehen angeschaut. Doch heuer muss sich das ändern. In meinem Umfeld machen mittlerweile Siebenjährige im Familienrat Vorschläge, was in der Fastenzeit geht und was nicht, da sollte ich wohl auch mal ran. Schließlich habe ich bisher immer behauptet, ich könne das alles sehr wohl, ich wolle nur nicht. Habe mich bewusst für Faulheit und Unvernunft entschieden. Jetzt ist Zeit für den Gegenbeweis: Ich werde in der Fastenzeit etwas für meine Gesundheit tun. Die Entscheidung steht fest.

Doch in fast 50 Jahren habe ich leider auch schon festgestellt, dass mein Durchhaltevermögen nicht das allergrößte ist. Außerdem ist mein innerer Schweinehund ebenso gewachsen wie mein Bauchumfang – ich brauche bei meinem Experiment also Hilfe. Jemanden, der mir sagt, was ich mir wann zumuten kann, jemanden, der den besagten inneren Schweinehund bändigt und mir vielleicht auch hin und wieder einfach in den Hintern tritt, um mich vom Sofa zu bringen.

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Jürgen Reisach soll den MZ-Redakteur fit machen

Und hier kommt Jürgen Reisach ins Spiel. Er ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportler. Der Wörishofer spielt nicht nur Eishockey und Fußball, sondern ist auch Personal Trainer, Kneipp-Gesundheitstrainer und einiges mehr. Er gibt außerdem Gymnastikkurse und ist auch als Holzhandwerker auf seinen Baustellen oft in Bewegung. Es bestehen also gute Chancen, dass er auch mich ein bisschen in Schwung bringt. „Kein Problem, das kriegen wir hin“, sagt er voller Zuversicht auf meine Anfrage. Klingt auch ganz einfach.

Erst einmal geht es um meine Grundkondition und dann werde man sehen, wohin die Reise geht. Dreimal die Woche wollen wir trainieren, ohne Geräte oder großartige Ausstattung. „Wir arbeiten mit dem eigenen Körpergewicht“, sagt Jürgen – und davon habe ich ja nun wirklich genug. Gleich nach Aschermittwoch soll es also losgehen, das wird schon klappen. Vor oder nach der Arbeit ein bisschen Bewegung, das dürfte nicht das große Problem sein.

Vom Trainingsplan bis zum Ernährungsplan: Das Projekt wird größer

Erst als ich von Jürgen dann einen 14-seitigen Trainingsplan („Da müssen wir die Gymnastikeinheiten aber noch einarbeiten.“) sowie einen ausführlichen Anamnesebogen bekomme und er dann auch noch das Wort „Ernährungsplan“ in den Raum stellt, bemerke ich, dass das Projekt eventuell etwas größer werden könnte, als ich angenommen habe. Ich komme mir vor wie der Fitnesslehrling, der den Sportler, den er gerufen hat, jetzt kaum noch bändigen kann. Aber einen Rückzieher kann ich mir jetzt echt nicht mehr erlauben.

Jürgen und ich werden also gemeinsam durch die Fastenzeit sporteln und Sie, liebe Leser, können uns dabei begleiten: Wie verspannt und eingerostet bin ich? Wie weit kann ich laufen, bevor ich zusammenbreche, und werden Liegestütze doch noch Teil meines Lebens? Ich werde es herausfinden und regelmäßig über meine Fortschritte, kleine Siege oder auch Niederlagen berichten. Ich bin sehr gespannt.

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