Newsticker

Zahl der Neuinfektionen in Italien stabilisiert sich - mehr als 100.000 bestätigte Fälle in New York
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Fitness-Experiment: Vom Besenstiel zum Gummibaum

Mindelheim

27.02.2020

Fitness-Experiment: Vom Besenstiel zum Gummibaum

Hoch das Bein und schön strecken: Die Sportkarriere von Ulf Lippmann beginnt auf der Gymnastikmatte.
Bild: Reisach

Plus Was MZ-Redakteur Ulf Lippmann in der Fastenzeit über begrenzte Dehnbarkeit, unbekannte Muskelgruppen und Gassigehen lernt.

Das Beste zuerst: Der Ernährungsplan ist vom Tisch. Brokkoli adé! Ich habe gelobt, vernünftiger und gesünder zu essen als sonst und Jürgen hat sich erweichen lassen. Es wird in der Fastenzeit also „nur“ gesportelt.

Und das ging eigentlich ganz gut los. Am ersten Tag hat Jürgen es sehr gut mit mir gemeint. Leichter Trab zum Aufwärmen und dann Dehnübungen auf der Matte, über die wahrscheinlich sogar die Buben und Mädchen aus der Kindergymnastik nur müde lächeln würden.

Aber für mich reicht’s. Aus einem Besenstiel wird schließlich nicht ohne Weiteres ein Gummibaum. Wenn es drum geht, sich zu strecken, zu bücken oder sonstwie zu verbiegen, sagt Jürgen immer „Mach, soviel du kannst!“ – und das ist wenig genug. Was bei ihm wie eine Gymnastikübung wirkt, sieht bei mir aus, als würde ich die Bewegung nur andeuten. Aber Jürgen sagt auch, dass das schnell besser wird – schaumermal ...

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Wirbel knacken und die Muskeln zucken beim Fitness-Experiment

Zunächst mal höre ich meine Wirbel knacken und spüre Muskelgruppen , von deren Existenz ich bisher nichts wusste.

Nein, außer Atem gerate ich dabei nicht, aber in der Summe ist es doch ganz schön anstrengend. Da schläft mir manchmal ein bisschen das Gesicht ein und die Atemzüge werden kurz und angespannt. Das fröhliche „Und immer schön lächeln“ von Jürgen dient als Weckruf. Ich versuche dann freundlich zu schauen und tiefer zu atmen. Ob das allerdings immer so funktionieren wird, dafür kann ich nicht garantieren.

In der Fastenzeit wird Staub gesaugt und Gassi gegangen - alles auf der Turnmatte

Bei der „Staubsaugerübung“ dagegen ist Lächeln kein Problem. Dabei sehe ich wahrscheinlich so dämlich aus, dass ich allein bei der Vorstellung lachen muss. Auf allen vieren hockend muss ich erst mit der Nase über die Matte streichen und dann irgendwie katzbuckelig wieder in die Ausgangsstellung zurückkehren. Klappt aber eigentlich ganz gut und fühlt sich auch gut an. Aber damit nicht genug: Jürgen kommt mit der „Gassi-Übung“ um die Ecke. Da befinde ich mich auch im Vierfüßlerstand und muss – ja, Gassi eben – ein Bein heben und abgewinkelt in der Luft halten.

Liebe Hundebesitzer: Wissen Sie eigentlich wie anstrengend das Leben Ihres Lumpis ist?

Das zweite Training endet abrupt

Mit meiner Gymnastikpremiere bin ich sehr zufrieden und erscheine guten Mutes zum zweiten Treffen. Wieder lockeres Laufen zum Aufwärmen und ein paar Schritte im Hopserlauf. Ich komme mir gerade so vor wie der dicke Onkel von Pippi Langstrumpf , der über eine schwedische Blumenwiese hopst, als es in der rechten Wade schnackelt und mich zur Vollbremsung zwingt. Die zweite Gymnastikstunde ist also irgendwie schon vorbei, bevor sie richtig angefangen hat. Es reicht gerade noch für ein paar Übungen im Liegen, aber dann trete ich doch lieber humpelnd den Rückzug an. Über’s Wochenende wird alles heilen und in Stunde drei starte ich wieder durch!

Hier kommen Sie zur ersten Folge: Fit in der Fastenzeit: MZ-Redakteur wagt das Experiment Fit in der Fastenzeit: MZ-Redakteur wagt das Experiment

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren