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Stadtrat

06.11.2017

Fraktionssitzung für alle

Die Grünen wagen ein Experiment. Es geht um Gewerbe und einen Supermarkt

Sitzungen der Stadtratsfraktionen sind normalerweise ja eine interne Veranstaltung. Die Grünen gingen nun in Bad Wörishofen einen anderen Weg und luden zur öffentlichen Fraktionssitzung ins Café-Restaurant „Die Villa“. Mit diesem Experiment wollten die beiden Stadträte Doris Hofer und Daniel Pflügl ihrer Fraktion die Möglichkeit geben, Informationen besser weitergeben zu können und andererseits auch Meinungen anderer Menschen, die sonst nicht direkt erreicht werden, einzuholen.

Am Ende bezeichnete Doris Hofer das Experiment als durchaus gelungen, sodass dieses sicherlich eine zweite Auflage erleben dürfte. Immerhin hatten sich neben den Ortssprechern der Grünen, Paola Rauscher und Rolf Falk, auch etliche Personen eingefunden, die nicht zum engen Kreis gehörten.

Beim ersten angesprochenen Thema ging es noch einmal um die Erweiterung des Gewerbegebietes östlich der Therme, wo der Bauausschuss kürzlich grünes Licht zur Änderung des Flächennutzungsplanes gegeben hatte. Zwar hätten auch Doris Hofer und Daniel Pflügl dem zugestimmt, doch nicht ohne gewisses „Bauchgrimmen“. Immerhin würde dort wieder dem ohnehin schon großen Flächenverbrauch in Bad Wörishofen Vorschub geleistet. Paola Rauscher forderte, dass die beiden Räte bei der endgültigen Abstimmung im Stadtrat dagegen stimmen sollten, um ein Zeichen zu setzen. Diskutiert wurde noch über die Ausgleichsflächen für das Gelände, wobei Eugen Fenster gerne gewusst hätte, wo sich das in diesem Zusammenhang angesprochene „Ökokonto“ der Stadt überall befinde.

Auch bei einem anderen Thema ging es den Grünen darum, Meinungen einzuholen, die in der Öffentlichkeit auseinandergehen dürften. Ins Gespräch gebracht wurde dabei eine eventuelle Ansiedlung eines Verbrauchermarktes in der Gartenstadt, die aber noch keineswegs spruchreif sei. Auf der einen Seite könne so ein Markt, dessen Standort noch offen sei, viel Verkehr zu den großen Märkten im Gewerbegebiet verhindern, andererseits, stelle sich natürlich die Frage, was dann mit den wenigen derzeit noch vorhandenen Einzelhandelsgeschäften geschehen würde. Diese seien nach Aussage von Paola Rauscher enorm wichtig und könnten den täglichen Bedarf durchaus decken. Für Fahrten ins Gewerbegebiet empfahl sie den öffentlichen Nahverkehr.

Weiteres Diskussionsthema war das Festival der Nationen. Dabei reichte das Meinungsspektrum der Anwesenden, wie wohl auch in der öffentlichen Wahrnehmung, von einem „Highlight für Bad Wörishofen“, auf das nicht verzichtet werden solle, bis hin zu der Aussage, dass dies „einfach zu teuer“ sei. Als Wunsch wurde vorgetragen, dass das Ereignis vielleicht doch noch besser vermarktet werden sollte oder ob es mit weiteren Aktivitäten begleitet werden könne. (heb)

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