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Wahlkampfauftakt

13.02.2018

Frauen gegen den Rechtsruck

Für die Grünen möchten im Stimmkreis (von links) Günter Räder und Ulrike Seifert in den bayerischen Landtag, Chrissi Myrtsidou-Jung und Albrecht Winter-Winkelmann in den schwäbischen Bezirkstag einziehen.
Bild: Elke Sonja Simm

Grüne stellen Kandidaten auf. Günter Räder und Ulrike Seifert wollen in den Landtag einziehen

Lediglich 13 stimmberechtigte Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen trafen sich im Hotel Hasen in Kaufbeuren, um ihre Kandidaten für die 2018 anstehenden Wahlen zu nominieren. Für den bayerischen Landtag treten im hiesigen Stimmkreis Günter Räder aus Obergünzburg als Direktkandidat und die Kaufbeurerin Ulrike Seifert auf der Liste an.

Der Stimmkreis umfasst die Stadt Kaufbeuren sowie jeweils Teilgebiete des Ost- und des Unterallgäus. Als Direktkandidat für den bayerischen Landtag bewirbt sich Günter Räder. Der 58-jährige Agraringenieur engagiert sich in vielen Bereichen ehrenamtlich, unter anderem in der Kirche, als Jagdvorstand und als Gemeinderat in Obergünzburg. Die drei Kinder des verheirateten Familienvaters sind bereits erwachsen. Räder wünscht sich in „Bayern einen Politikwechsel“, bei der auch der ländliche Raum mehr Beachtung erhält.

Geschlechter- und Chancengleichheit gefordert

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Mit Blick auf die von den Grünen propagierte Parität freute sich Wahlleiterin Doris Kienle, Unterallgäuer Kreissprecherin, dass sich Ulrike Seifert als Listenkandidatin für die Landtagswahlen aufstellen lässt. „Es werden mehr Frauen in der Politik gebraucht, gerade jetzt, wo ein schleichender Prozess des Rechtsrucks voranschreitet“, begründet Seifert ihren Wunsch, sich aktiv für „eine moderne Familienpolitik einzumischen“. Die 62-jährige freiberufliche Erzieherin bringt sich als Stadträtin und Ortsvorsitzende für eine „Geschlechter- und Chancengerechtigkeit für alle“ ein. Albrecht Winter-Winkelmann aus Bad Wörishofen steht als Direktkandidat für den schwäbischen Bezirkstag bereit. Der Diplom-Pädagoge hält seiner Partei bereits seit der Studienzeit in den 1980er Jahren die Treue und will „soziale Gerechtigkeit und Gleichbehandlung für alle“ forcieren. Den aktuellen Sparkurs des Bezirkes Schwaben sieht der 57-Jährige kritisch und will in Anspielung auf das neue Teilhabegesetz darauf achten, dass „nicht bei denen gekürzt werde, die am Rande der Gesellschaft stehen“.

Die Listenkandidatin Chrissi Myrtsidou-Jung möchte den „Europagedanken“ im Bezirkstag einbringen, auch weil ihre eigenen Wurzeln in Griechenland liegen. Seit zehn Jahren lebt die Mutter von drei Kindern in Kaufbeuren und engagiert sich ehrenamtlich in mehreren Elternbeiräten. „Mir sind die Nöte an der Basis wichtig, beispielsweise der Wunsch nach schneller und ambulanter Hilfe Zuhause“, sagte die 32-Jährige.

Über jeden Kandidaten wurde einzeln abgestimmt. Relevant sind hierbei nur die Abstimmungen für die Direktkandidaten, die im Rahmen von Nominierungsveranstaltungen festgelegt werden. Für die Listenkandidaten sind die Stimmabgaben jeweils Sympathiebekundungen, da die Personen für die Listen von den Delegierten bei der Versammlung von Bündnis 90/Die Grünen für ganz Schwaben Anfang März in Augsburg festgelegt werden. Jeweils elf von 13 Stimmen erhielten die beiden Direktkandidaten Räder und Winter-Winkelmann von den anwesenden Mitgliedern. Zustimmung aus den eigenen Reihen bekamen Seifert mit 13 und Myrtsidou-Jung mit zwölf Ja-Stimmen.

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