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Bad Wörishofen

16.06.2018

Freie Wähler wollen Götzfried absetzen

Geht es nach dem Verein der Freien Wähler, soll im Rathaus von Bad Wörishofen bald eine personell veränderte Fraktion am Ratstisch sitzen. Alwin Götzfried soll die Fraktion verlassen, lautet der Wunsch der Mitgliederversammlung.
Bild: Markus Heinrich

Mitglieder empfehlen Fraktionsausschluss und den Verlust des Wirtschaftsreferats.

Die Freien Wähler wollen, dass Wirtschaftsreferent Alwin Götzfried die Stadtratsfraktion verlässt. Das teilte Bürgermeister Paul Gruschka mit, der FW-Ortsvorsitzende von Bad Wörishofen.

„Das Verhalten von Herrn Götzfried in der öffentlichen Stadtratssitzung vom 4. Juni im Zusammenhang mit der Spende von Herrn Kania und Frau Vorwerk für den Hainbuchen-Pavillon hat bei den Mitgliedern das Fass zum Überlaufen gebracht“, so Gruschka in einer gestern verbreiteten Erklärung. Götzfried wollte damals wissen, wie sich die Stadt bei Spenden absichere, um auf legalem Boden zu bleiben. Er hatte dies in der Debatte um die Kania-Vorwerk-Spende gefragt.

Bei einer FW-Mitgliederversammlung wurde nun beschlossen, Götzfrieds Austritt aus dem Verein Freie Wählervereinigung Bad Wörishofen mit sofortiger Wirkung anzunehmen. Götzfried selbst habe seinen Austritt „mit Schreiben vom 26. März mit sofortiger Wirkung gemäß den satzungsmäßigen Bedingungen“ erklärt, berichtet Gruschka. Da ein Austritt laut Satzung zum Ende des Geschäftsjahres zu erklären sei, habe die Versammlung nun klargestellt, dass die Mitgliedschaft von Alwin Götzfried am 26. März endete.

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Das hat allerdings nichts mit seiner Zugehörigkeit zur Fraktion der Freien Wähler zu tun. „Die Fraktion hat in eigener Verantwortung zu entscheiden, ob Herr Götzfried Fraktionsmitglied bleiben kann“, so Gruschka. Die Mitgliederversammlung habe allerdings einstimmig der Stadtratsfraktion den Ausschluss Götzfrieds empfohlen, sollte dieser „nicht unverzüglich“ aus der Fraktion austreten. „Die Mitgliederversammlung empfahl ebenfalls einstimmig Herrn Götzfried das Mandat des Wirtschaftsreferenten zu entziehen und einem anderen Mitglied der Fraktion der Freien Wähler zu übertragen“, berichtet Gruschka.

Götzfried selbst wollte das gestern nicht kommentieren. Er werde sich zu gegebener Zeit äußern, sagte er nur und erinnerte daran, dass er über 30 Jahre lang Mitglied der Freien Wähler in Bad Wörishofen war, während Gruschka einst der CSU angehörte. (m.he)

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19.06.2018

Herr Goetzfried hat den grosszuegigen Spendern unterstellt, dass ihr Geld vielleicht nicht versteuert ist. Anstatt sich bei den Spendern zu bedanken, beleidigt Herr Goetzfried die Spender. So eine Person hat bei den FW nichts zu suchen und als Wirtschaftsreferent ist er untragbar geworden.
Dr. Horst Engler Hamm
frueher Stadtrat in Bad Woerishofen

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