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Mauerstetten

08.01.2019

Frostiger Neubau für die V-Märkte in der Region

Bald wird im jetzigen Rohbau heruntergekühlt: Architekt Andreas Back und Michael Stöckle von der Kaes-Geschäftsleitung (oben von links) im Technikraum der neuen Hallen. So soll die Temperatur in der Tiefkühlhalle (rechts) nun im Januar innerhalb von zwei Wochen auf minus 24 Grad gesenkt werden.
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Bald wird im jetzigen Rohbau heruntergekühlt: Architekt Andreas Back und Michael Stöckle von der Kaes-Geschäftsleitung (oben von links) im Technikraum der neuen Hallen. So soll die Temperatur in der Tiefkühlhalle (rechts) nun im Januar innerhalb von zwei Wochen auf minus 24 Grad gesenkt werden.

Wie das Unternehmen Kaes seine Logistik für Kühlware neu aufstellt.

Sie ist eine der größten Baustellen in der Region. Ebenso riesig ist die Erwartung des Allgäuer Einzelhandelsunternehmens Georg Jos. Kaes (V-Märkte) an den neuen Hallenkomplex in Mauerstetten. „Vor allem das Kühllager ermöglicht es uns, einen weiteren Teil der Wertschöpfungskette nach Mauerstetten zu holen“, sagte Michael Stöckle von der Geschäftsführung. Mit der Investition „im unteren zweistelligen Millionenbereich“ sichere das Familienunternehmen nicht nur Arbeitsplätze, sondern liefere künftig mehr Frische in die Märkte.

Geschäftsführer Horst Hermann sprach erfreut von einem termingerechten und unfallfreien Bauverlauf in den bisherigen zehn Monaten. 28 Baufirmen vorwiegend aus der Region sind auf der Baustelle beschäftigt, mit 27 davon arbeite Kaes seit Jahren vertrauensvoll zusammen. Das bestehende Lager auf einer drei Hektar großen Fläche wird nun um die Hallen auf weiteren zwei Hektar erweitert. Ein erster Fertigstellungstermin für die Kühlhäuser ist Anfang dieses Jahres, der zweite Bauabschnitt mit den Trockenlagern soll im September beendet werden. Ziel des Unternehmens ist es vor allem, Kühlware nicht mehr direkt von Dienstleistern in die Märkte bringen zu lassen, sondern von der Zentrale aus mit dem eigenen Fuhrpark auszuliefern. Damit werde man noch bessere Mindesthaltbarkeitsdaten bei den Molkereiprodukten anbieten können, sagte Stöckle. Bereits jetzt gebe es mit der „Frischegarantie“ das Versprechen, dass Kunden keinen Joghurt mit weniger als sechs Tagen Mindesthaltbarkeit im Kühlregal finden.

In den Hallen in Mauerstetten gibt es keine Heizung

Verbaut wurde laut dem zuständigen Ingenieur Bernd Kaltenbrunner modernste Technik. In seinen neuen Hallen setzt das Unternehmen auf die sogenannte Wärmerückgewinnung. Eine Heizung gibt es nicht. Mit der Abwärme der Kältetechnik können künftig alle Sozialräume und das Trockenlager ohne weiteren Energieeinsatz geheizt werden. Mit dem Ende des zweiten Bauabschnitts geht auf dem Dach zudem eine weitere Fotovoltaikanlage mit 600 kWp ans Netz, die einen Großteil des Stroms produziert.

Im Februar sollen die Regalanlagen in den Hallen verbaut werden. Um die Baumaterialien und vor allem den Beton zu schonen, werden die Räume dann über zwei Wochen auf die erforderlichen unterschiedlichen Temperaturen in den einzelnen Hallen heruntergekühlt. Für die Molkereiprodukte gilt ein Richtwert von fünf, für die Tiefkühlprodukte werden minus 24 Grad benötigt. Was aber mindestens ebenso wichtig ist wie die baulichen Voraussetzungen: die logistischen Grundlagen für die Lagerung und Auslieferung. Derzeit arbeiten eine eigene Arbeitsgruppe, das Prozessmanagement, und alle betroffenen Abteilungen der Firma Kaes an den künftigen Abläufen. Von 2. Mai an sollen dann alle gekühlten Produkte direkt aus Mauerstetten an die Märkte in Schwaben und Oberbayern ausgeliefert werden.

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