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11.07.2010

Früh übt sich, wer ein großer Sanitäter werden will

Eine Woche lang lernten die Dirlewanger Kindergartenkinder, wie man sich bei Notfällen richtig verhält und wie man Erste Hilfe leisten kann. Höhepunkt des Kurses war ein Besuch des Rettungswagens, wo die Kinder sogar Probe liegen durften. Fotos: Kiga
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Eine Woche lang lernten die Dirlewanger Kindergartenkinder, wie man sich bei Notfällen richtig verhält und wie man Erste Hilfe leisten kann. Höhepunkt des Kurses war ein Besuch des Rettungswagens, wo die Kinder sogar Probe liegen durften. Fotos: Kiga

Dirlewang Hundert Kinder des Kindergarten "Sonnenwirbel" lernten eine Woche lang, wie man selbst im jungen Alter verletzten Personen helfen kann. Die aufgeweckten Kinder erfuhren, wie man gängige Unfallgefahren richtig einschätzt, um Erste Hilfe an der Unfallstelle zu leisten.

Unterrichtet wurden die Kinder von Katrin Frey. Sie ist ehrenamtliche Sanitäterin und bietet mit ihren Kolleginnen den Erste Hilfe Kurs im Kindergarten an. Nach dem Programm "Trau dich!" gehen die Lehrer vor. Ein Konzept, das speziell für die Unfallverhütung für Vier- bis Siebenjährige entworfen wurde. Der einwöchige Kurs wurde von den Vorschülern gut angenommen. Trotz eineinhalb Stunden Unterricht blieben die Erste-Hilfe-Schüler meist hoch konzentriert.

In verschiedenen Gruppen spielten die Kinder Gefahrensituationen nach, um dann im Falle eines echten Notfalls gewappnet zu sein. So gab die am Boden liegende Anja Soukroup vor, ihr Bein verletzt zu haben. Die fünfjährige Hanna Lederle weiß sofort, was zu tun ist. Die Notrufnummer 19222 muss gewählt werden. Durch ein Spielzeugtelefon informiert sie ihr Gegenüber über ihren Standort, ihren Namen, die Verletzung und die Zahl der Verletzten.

An anderer Stelle gibt Felicitas Fischer vor, sich den Kopf am Waschbecken gestoßen zu haben. Daraufhin eilt Louis Fischer mit einem Kühlbeutel herbei. "Den Krankenwagen würde ich bei einer Beule aber noch nicht rufen", erklärt er Kursleiterin und Betreuerin Katrin Frey.

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"Trösten und Kuscheltier holen"

Bei einer Fragerunde testet Frey das Wissen der Kinder. Was zu tun ist, wenn man in einen Nagel tritt, weiß Gabriel Holzheu: "Nagel nicht selbst herausziehen, sondern Sanka rufen." Hanna Lederle erklärt, wie man handelt, wenn eine Glasscherbe im Auge landet: "Beide Augen verbinden, weil ein Auge dem anderen folgt." Und wenn sie jemanden weinen sehen? Darauf antworteten die Kinder im Chor: "Trösten und Kuscheltier holen."

Je nach Altersstufe werden anspruchsvollere Kurse angeboten. Und wenn man mal in einer Situation nicht weiter weiß, konnte, man immer noch den Sanitäter-Teddybär und gleichzeitig Maskottchen Dominik fragen.

Als Belohnung für die erfolgreiche Absolvierung des Kurses verlieh Katrin Frey und Kollegin Carmen Dietrich den Kindern Urkunden und Medaillen. Und als kleine Überraschung durften die Kinder den Rettungswagen vom Bad Wörishofer Roten Kreuz genau inspizieren.(tal)

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