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Fünf Jahre Merkel-Spruch: Integration ist keine Einbahnstraße

Oliver Wolff
Kommentar Von Oliver Wolff
31.08.2020

Plus Unser Autor hat sich die Geschichte eines jungen Afghanen aus Mindelheim angehört, der mit der Flüchtlingswelle 2015 nach Deutschland kam. Dazu ein Kommentar

Es ist kein einfaches Thema. Eines, bei dem man lange streiten kann. Eines, bei dem man nicht schwarz-weiß sehen sollte. Auch fünf Jahre nach Merkels berühmtem "Wir schaffen das!" sind noch viele Fragen offen. Haben wir es wirklich geschafft? Die Corona-Krise zeigt: Die Gesellschaft scheint zerrissen wie nie. Hat die Politik Fehler gemacht? Auf jeden Fall. Abdulmalek Saboori aus Mindelheim hat es geschafft. Der junge Afghane hat sich durchgebissen, sein Weg war buchstäblich steinig.

Abschiebung in "sicheres Herkunftsland"? Sabooris Narben zeigen ein "anderes" Afghanistan

Aber Saboori hatte keine Wahl. Auch wenn „sicheres Herkunftsland“ später auf dem Abschiebe-Papier stand, die Realität spiegelt das noch lange nicht wider. Sabooris Narben dagegen schon. Seine bewegende Geschichte zeigt: Integration kann funktionieren – wenn man denn will.

Saboori wollte. Zum Gelingen gehören aber zwei Seiten. Es reicht nicht, die Bringschuld nur bei den Flüchtlingen zu suchen. Nur wenn man Asylbewerbern eine Chance gibt, sie an die Hand nimmt und zeigt, wie es gehen kann, klappt Integration.Saboori, der mit Erreichen der Volljährigkeit eigentlich abgeschoben werden sollte, hatte diese Hilfe – und hat sie zurückgezahlt.

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Bereicherung für Mindelheim und Deutschland

Er hat die Sprache gelernt, eine Ausbildung abgeschlossen und nun einen unbefristeten Job in einer vom Fachkräftemangel geprägten Branche. Der 22-Jährige ist eine Bereicherung für Mindelheim und für Deutschland.

Lesen Sie auch unseren Artikel zu diesem Kommentar: Flucht aus Afghanistan 2015: Mindelheim ist seine neue Heimat

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