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Nachruf

16.04.2015

Für die Schwachen da

Gertraud Schneider

Trauer um Gertraud Schneider

Ein soziales Herz hat aufgehört zu schlagen. Gertraud Schneider ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Schneider hat sich zeitlebens für jene Menschen eingesetzt, denen es weniger gut ging. Untrennbar mit ihrem Namen verbunden ist in der Kneippstadt die Entwicklung des Eine-Welt-Arbeitskreises mit allem was daraus geworden ist, bis hin zum Prädikat der Fair-Trade-Stadt. Bis zuletzt bereitete sie den Rundbrief vor, der ihr besonders am Herzen lag.

Gertraud Schneider stammt aus Berlin. 1961, kurz vor dem Mauerbau, kam sie nach Bad Wörishofen, wo ihr Mann eine Anstellung als Arzt in der Klinik gefunden hatte. In der Kneippstadt engagierte sich die fünffache Mutter im evangelischen Kirchenchor, war Mitglied im Sozialhelferkreis. Ihren Einsatz für Frieden und gegen die Rüstung demonstrierte sie auch überregional etwa bei der Menschenkette, die damals von Neu Ulm bis Stuttgart reichte. Mit ihrer Meinung hielt Schneider nicht hinterm Berg und brachte sie auch zum Ausdruck. Von Anfang an förderte sie daneben den ökumenischen Gedanken in der Stadt. Der Eine-Welt-Kreis, der viele Projekte wie für Pater Schulz in Ruanda oder für Schwester Karoline in Chile unterstützt wurde 1991 zum Verein. Gertraud Schneider übernahm den Vorsitz, den sie vor einigen Jahren in jüngere Hände abgab. 2008 erhielt Schneider die Verdienstmedaille der Stadt.

Der Trauergottesdienst beginnt am morgigen Freitag um 10 Uhr in der Erlöserkirche. (heb)

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