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NAch Trainerwechsel in Memmingen

08.01.2016

„Für mich nicht überraschend“

Die Memminger Indians haben ihren Trainer  Alexander Wedl entlassen
Bild: Roland Schraut

Interview Der entlassene Indians-Trainer Alexander Wedl nimmt Stellung

 Eishockey-Bayernligist ECDC Memmingen hat sich von seinem Trainer Alexander Wedl (46) getrennt. Im Gespräch mit der MZ nimmt der frühere DEL-Spieler (Frankfurt Lions, Kassel Huskies) nun Stellung zu seiner Entlassung.

Herr Wedl, kam die Entscheidung des ECDC-Vorstands für Sie überraschend?

Alexander Wedl:

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Wie hat der ECDC-Vorstand die Entscheidung Ihnen gegenüber begründet?

Wedl:

Können Sie die Entscheidung nachvollziehen?

Wedl:

Gab es einen Graben zwischen Ihnen und dem Team? Viele Fans haben sich gefragt, warum Martin Jainz und Patrick Weigant jeweils mehrere Spiele lang nicht eingesetzt wurden.

Wedl:

Haben Sie eine Erklärung für die bisherige Auswärtsschwäche des Teams?

Wedl:

Wie geht es nun für Sie weiter?

Wedl:

Für mich geht es weiter wie vorher auch, außer dass ich jetzt nicht mehr fünfmal die Woche abends zum Eishockey gehe. Ich werde mich ein bisschen mehr um meine Familie kümmern, wahrscheinlich ein paar Stunden die Woche mehr arbeiten und meine Freizeit mit Sport ausfüllen. Leider gibt es kein Eishockey mehr. Ich habe so gerne im Training mitgespielt, das werde ich am meisten vermissen. Ich wünsche der Mannschaft und vor allem den Fans in Memmingen noch viel Erfolg. Meinem Nachfolger wünsche ich ein glücklicheres Händchen, als ich es gehabt habe. Über die Auswärtsschwäche habe ich mir natürlich Gedanken gemacht. Hier hat sich vor allem die dünne Personaldecke bemerkbar gemacht. Wir haben immer unsere Freitag-Heimspiele gewonnen, oft hart für die Punkte kämpfen müssen, und zwei Tage später waren wir, vor allem im letzten Drittel, nicht mehr in der Lage mitzuhalten. Wir haben deshalb die letzten sieben Auswärtsspiele, alle sonntags, verloren. Es ging Mitte November in Buchloe los, von da an mit nur noch vier Verteidigern, dann Lindau mit zwölf Feldspielern, dann Landsberg, Waldkraiburg, Pfaffenhofen, Höchstadt und zuletzt Miesbach. Man muss nur den Spielverlauf anschauen: Wir waren in jedem Spiel bis zum letzten Drittel auf Augenhöhe und haben dann doch noch verloren. Dass es einen Graben zwischen mir und dem Team gab, glaube ich nicht. Vielleicht zu einigen Spielern. Aber als Trainer kannst Du es nicht allen recht machen. Hierbei zeigt sich, ob Du als Trainer die Rückendeckung vom Verein hast. Das war letztlich nicht der Fall, und deshalb kam für mich die Entscheidung zur Trennung nicht überraschend. Die Entscheidung kann ich natürlich nachvollziehen. Ich hatte mir ja auch mehr erwartet. Wir haben so viele Punkte nach Führungen verschenkt, was bei einer so erfahrenen Mannschaft ein No-Go ist. Und dann waren da natürlich die beiden Gesichter: zu Hause hui und auswärts pfui.Die Entscheidung wurde mir gegenüber mit den Worten „Wir hätten uns einfach mehr erwartet“ begründet. Die Entscheidung kam für mich nicht überraschend, eigentlich hatte ich schon viel früher damit gerechnet. Ich habe die ganze Unruhe im Verein natürlich mitbekommen und deshalb am 23. Dezember in der Pressekonferenz nach dem Lindau-Spiel ja den Wunsch an den Vorstand gerichtet, nicht nach jedem verlorenen Spiel gleich immer irgendwelche Köpfe – mal meinen, mal den von irgendwelchen Spielern – zu fordern.
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