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Bad Wörishofen

17.07.2020

Funkmast: Sendeanlage Bad Wörishofen wird 35 Meter hoch

Nahe der A96 bei Bad Wörishofen soll ein Funkmast gebaut werden.
Bild: Unfried

Plus Mobilfunk-Ausbau bei Bad Wörishofen könnte auch eine Rolle beim autonomen Fahren spielen.

Ein weiterer Funkmast soll in Bad Wörishofen gebaut werden. Es wäre die dritte Anlage dieser Art, dazu kommt noch der Funkmast für den Behördenfunk, der in einem Waldstück von Bad Wörishofen gebaut wurde.

Südlich des Geländes auf einer Wiese an der Autobahn A96 soll nun ein Funkturm mit Gittermast und einer Höhe von 35 Metern entstehen. Allerdings sollen die eigentlichen technischen Anlagen nur eine Höhe von 2,2 Meter haben. Die Telekom begründet das Vorhaben mit der Errichtung „eines zusammenhängenden Netzes zur flächendeckenden Nutzung und flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Mobildienstleistungen“. Gesundheitliche Bedenken soll es laut des bayerischen Umweltministeriums nicht geben. Da es sich um ein privilegiertes Bauvorhaben handelt, blieb dem Ausschuss gar nichts anderes übrig, als dieses durchzuwinken. Allerdings sorgten sich die Räte um die Beanspruchung öffentlicher Wege während der Bauzeit und verlangten entsprechende Auflagen.

Was in Sachen Baurecht gilt - und beim Landschaftsbild

Die baurechtliche Beurteilung trug Bernhard Oberstaller vom Bauamt vor. Privilegierte Bauvorhaben seien zulässig, wenn öffentliche Belange dem nicht gegenüber stünden. Zum Thema Landschaftsbild müsse man feststellen, dass es nur wenige Meter nördlich des neuen Mastes am Skyline Park mehrere hohe Gebäude und Einrichtungen gebe. Nach Süden schließe sich ein großes Unternehmen an.

Entscheidend sei auch, dass die nächste Wohnbebauung in Kirchdorf rund 1,2 Kilometer entfernt ist. Begründet wird der Bau des Antennenträgers mit der Versorgung des angrenzenden Gebietes mit mobiler Datenübertragung per Funk, UMTS und LTE sowie GSM. Bürgermeister Stefan Welzel (CSU) ließ durchblicken, dass die Antenne wohl auch für das „autonome Fahren“ benötigt werde, deswegen werde sie wohl in unmittelbarer Nähe der A96 errichtet.

Bad Wörishofen will Schäden an der eigenen Infrastruktur verhindern

Oberstaller machte die Räte aber darauf aufmerksam, dass die Baufahrzeuge über einen im Stadtbesitz befindlichen Feldweg westlich der Kläranlage anrücken werden. Darunter befinden sich Versorgungsleitungen zur Kläranlage. Oberstaller forderte eine Bauvereinbarung mit der Stadt zum Schutz der städtischen Einrichtungen sowie eine Klärung des Elektroanschlusses. Weiter müsse die Bundesnetzagentur noch eine gesundheitliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen. Gegen drei Stimmen nahm der Bauausschuss die Einwände der Verwaltung an und gab das gemeindliche Einvernehmen.

Bereits im vergangenen Juni gab der Bauausschuss grünes Licht für einen 30 Meter hohen Funkmast. Nach langem Hin und Her in Sachen Standort soll dieser Stahlgitter-Antennenmast am Rand des ungenutzten Park-and-Ride-Platzes am Stadionring stehen, unweit der Umgehungsstraße, gegenüber den Sportanlagen. Zuvor hatte der Ausschuss den Standortvorschlag des Unternehmens abgelehnt. Noch sei dieser Mast aber nicht endgültig genehmigt, teilte das Rathaus auf Nachfrage mit.

Den ähnlich hohen Funkmast zwischen Stockheim und der Gartenstadt hatte der Ausschuss seinerzeit sogar abgelehnt. Gebaut werden durfte er trotzdem. (mit m.he)

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