1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Ganz nah bei unseren Lesern

MZ-Leseraktion im Unterallgäu

28.06.2017

Ganz nah bei unseren Lesern

Copy%20of%20IMG_4209(1).tif
5 Bilder
Viele Jahre war Erich Schmidt (rechts) im Mindelheimer Stadtrat. In der MZ verfolgt er deshalb das Stadtgeschehen noch immer sehr aufmerksam, wie er MZ-Redaktionsleiter Johann Stoll erklärte.
Bild: Lippmann

Wir wollten wissen, was unseren Lesern gefällt, was ihnen fehlt und was wir uns sparen können

Eine gute Lokalzeitung kann man nur zusammen mit seinen Leserinnen und Lesern machen. Welche Themen kommen aus Sicht unserer Leser zu kurz, was gefällt an der Mindelheimer Zeitung, was weniger? Die Lokalredakteure suchten dieser Tage besonders intensiv den Kontakt mit ihren Leserinnen und Lesern, „weil wir immer bemüht sind, eine Lokalzeitung zu machen, die sich an den Bedürfnissen unserer Leser ausrichtet“, wie MZ-Redaktionsleiter Johann Stoll betont. Wir waren in Bad Wörishofen, Türkheim, Mindelheim, Dirlewang und Kirchheim.

In Mindelheim im V-Markt schaute zum Beispiel Erich Schmidt vorbei, der 18 Jahre lang von 1972 bis 1990 Mitglied im Stadtrat war. Für seinen Geschmack dürfte durchaus noch mehr Lokalpolitik in der MZ stehen. Gut findet er, dass im Lokalteil auch über den Tellerrand des Verbreitungsgebietes hinausgesehen werde und etwa auch aus Buchloe berichtet wird.

Widerspruch kam von einer Dame aus Markt Wald, die namentlich nicht erwähnt werden wollte. Sie wünscht sich mehr Geschichten über die Schönheiten unserer Region, etwa über Gärten. Lokalpolitik findet sie nicht so interessant. Ihr Mann meint, dass dem Thema Verkehrslärm mehr Raum gegeben werden sollte. In Markt Wald habe der Durchgangsverkehr massiv zugenommen. Er wünscht sich eine Umgehungsstraße für den Ort. Beide wünschen sich, dass die Zeitung mehr über Opfer von Straftaten berichtet und den Tätern weniger Raum einräumt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das Lokale ist die große Stärke

Die große Stärke der MZ sei das Lokale, sagt Erich Schmidt. Die Berichterstattung gefällt ihm sehr gut. Noch mehr Informationen wünscht sich der Mindelheimer über die Entwicklung des Einzelhandels in Mindelheim, nicht nur in der Innenstadt. „Wie wächst die überregionale Bedeutung der Kreisstadt im Verhältnis zu Krumbach und Bad Wörishofen?“, würde ihn besonders interessieren.

Ein dickes Lob hatte Helmut Müller aus Mindelheim für die Lokalredaktion. Den Mindelheimer Teil lese er ausgesprochen gerne. „Ohne Zeitung geht es nicht“, betont er. Der Lokalteil sei thematisch sehr vielfältig, nicht alle Kommentare seien allerdings angemessen.

Der frühere Stadtrat Helmut Lutzenberger vermisst an seiner Lokalzeitung nichts. Auch kritische Themen würden aufgegriffen, was er gut findet.

Norbert Becke aus Bad Wörishofen pendelt zur Arbeit nach Memmingen und hat Verwandtschaft im Allgäu. Er würde sich von der MZ deshalb mehr Berichte aus der südlichen Nachbarschaft wünschen. Außerdem ist ihm aufgefallen, dass über so manchen Verkehrsunfall, den er zum Beispiel auf der A96 sieht, nicht berichtet wird.

Mehr aus dem Vereinsleben, bitte

Aus Kammlach war Waltraud Albrecht in den Mindelheimer V-Markt gekommen. Für sie ist in ihrer Lokalzeitung die Berichterstattung über das Vereinsleben in den Dörfern sehr wichtig.

Einen begeisterten Leser traf die Redaktion in Manuel Mayer beim Besuch des Edeka-Marktes in Dirlewang an. Der 21-jährige Stettener liest den Lokalteil genauso gerne wie den Lokalsport. Weniger interessieren ihn die anhaltenden Streitereien in Bad Wörishofen.

Eine Dirlewangerin, die nicht genannt sein wollte, wünscht sich mehr Berichte aus ihrer Gemeinde. Wunschlos glücklich ist Wendelin Schorer aus Unteregg. Die Zeitung biete lesenswerte Geschichten. Während Jochen Schröder aus Dirlewang diese gar nicht interessieren. Der Informatiker brauche nur Fakten, alles andere interessiere ihn nicht. Seines Erachtens waren diese in letzter Zeit zu oft falsch, weshalb er sein Abo gekündigt habe.

Martin Knoll aus Warmisried hingegen liest immer zuerst die MZ, erst danach auch spezielle Sportzeitungen. Im Lokalsport ist er somit immer bestens informiert, meint der Fußball- und Eishockeyfan.

Harald Rott aus Breitenbrunn hingegen ist egal, was in der Zeitung steht: „Dafür hab ich keine Zeit, ich arbeite so viel, dass ich gar nichts lese. Ich brauche auch keinen Fernseher!“ Eine besondere Begegnung hatten die MZ-Redakteure Axel Schmidt und Melanie Lippl bei ihrem Besuch beim V-Markt in Kirchheim: Ein Mann kam, gab ihnen beiden die Hand und sagte: „Macht’s weiter so – top!“ Selbst auf die Nachfrage nach Verbesserungsmöglichkeiten kam ein Lob: „Ich hab heute Morgen lange überlegt, was ich sagen soll, aber ich hab nix gefunden“, sagte der Mann – und husch, war er weg, noch bevor man ihn nach seinem Namen fragen konnte.

Deutlich länger blieb Franz Paul aus Haselbach. Er hat eine besonders enge Verbindung zur Zeitung – schließlich hat seine Frau sie über Jahre ausgetragen. Paul ist zufrieden mit der MZ, nur die viele Werbung stört ihn. „So viel Möbel kann man ja gar nicht kaufen“, sagt er – wohl wissend, dass es die Beilagen braucht, um die Anzeigen zu finanzieren.

„Es ist wirklich mal an der Zeit, dass wir Nachrichten von hier lesen“, sagt die Mutter einer kleinen Familie. Seit drei Jahren wohnten sie, ihr Mann und ihr kleines Kind in Kirchheim.

Der Veranstaltungskalender ist wichtig

Vor allem ein Kalender mit Veranstaltungen aus der Region würde sie interessieren. Den gibt es täglich in der Mindelheimer Zeitung und im Internet unter www.mindelheimer-zeitung.de. Nette Begegnungen gab es auch im Café des V-Marktes in Bad Wörishofen. Die Redakteure Markus Heinrich und Alf Geiger erfuhren nicht nur, was die Besucher von den aktuellen Entscheidungen zum Verkehrskonzept halten – Kritik und Lob wechseln sich ab. Sie hörten auch von anderen Baustellen, wenngleich kleineren Ausmaßes. Von der ausladenden Außenbestuhlung eines Cafés etwa, die den Gehweg nahezu unpassierbar mache. Die Stadt Bad Wörishofen erklärte dazu auf Nachfrage, man wisse von dem Problem und suche das Gespräch mit dem Gastronomen. Wie die Zeitung entsteht, interessierte Besucher ebenfalls. Lob gab es für die zuverlässige und frühe Zustellung der MZ durch die Austräger.

In Türkheim war nicht nur „Happy Hour“ bei der Backerei Ihle, sondern auch die Gelegenheit, die MZ-Redakteure persönlich zu treffen. Das nutzten erfreulich viele MZ-Leser und sagten „ihrer Zeitung“ die Meinung. Hauptthema war natürlich das Hin und Her beim Türkheimer Trinkwasser. Vielen Verbrauchern in Türkheim, Irsingen und Berg geht es seit vier Monaten gehörig auf die Nerven, dass die Ursache für die Verunreinigung noch immer nicht gefunden werden konnten. Im persönlichen Gespräch wurden auch viele Missverständnisse geklärt: So wunderte sich eine Leserin, warum denn kaum Berichte aus Landsberg oder dem Raum Ammersee im Lokalteil der MZ erscheinen. Die MZ-Redaktion erklärte gerne, dass der Schwerpunkt auf der lokalen Berichterstattung aus dem Landkreis Unterallgäu liege und dass überregional bedeutsame Ereignisse auch im überregionalen Teil der MZ gut aufgehoben sind.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20maristenverkehr(1).tif
Mindelheim

Der leidige Verkehr rund ums Maristenkolleg

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden