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Jubiläum

01.10.2015

Geburtstagsfest mit „Patenkindern“

Der Unterallgäuer Bäuerinnenchor feierte das 40-jährige Jubiläum mit einem großen Festakt. Nicht nur zahlreiche Zuhörer waren ins Haus der Vereine nach Breitenbrunn gekommen, sondern auch die beiden „Patenkinder“ und Gastchöre aus Aichach-Friedberg und Augsburg.
Bild: Adelwarth

Der Unterallgäuer Bäuerinnenchor feiert 40-jähriges Bestehen mit einem Konzert

Was Leni Lampert damals, vor genau 40 Jahren, aus der Taufe hob, vermochte zu dieser Zeit niemand so wirklich sagen. Es war die Liebe zum Gesang, zur Gemeinschaft und zum Brauchtum, die die damalige Kreisbäuerin veranlasste, einen Chor zu gründen, der jetzt mit einem großen Konzert sein Jubiläum feierte.

Es dauerte 1975 nicht lange und Lampert hatte zahlreiche Frauen mit derselben Begeisterung gefunden. Der Unterallgäuer Bäuerinnenchor war geboren. Als erste Chorleiterin schwang Alberta Schuster aus Markt Wald den Taktstock. „Ihre besondere Liebe galt dem schwäbischen Liedgut, und das pflegt der Chor auch noch heute“, erzählte Vorsitzende Irmgard Maier beim großen Jubiläumskonzert im Haus der Vereine in Breitenbrunn. Nach Leiterin Alberta Schuster folgten Albert Jakob, Max Martin und zuletzt Sylvia Mayer, die noch heute mit großer Freude den Chor dirigiert.

Über 30 Jahre war Leni Lampert aus Schöneberg als Gründerin die treibende Kraft. Mit ihrer humorvollen und menschlichen Art hat die Ehrenvorsitzende in ihrer leitenden Zeit viel erreicht. Vor allem das soziale Engagement liegt dem Chor bis heute sehr am Herzen und viele Geldspenden wurden schon an gemeinnützige Zwecke gegeben. Leni Lampert hob aber nicht nur den Bäuerinnenchor aus der Taufe, sondern half auch zwei weiteren Landfrauenchören ans Licht der Welt und wird von diesen Sängerinnen auch liebevoll „Dodla“ (Patentante) genannt. Der Landfrauenchor Aichach-Friedberg mit der Vorsitzenden Resi Tremmel war „so ein Kind“ der ersten Stunde. „Ich wollte immer einen Chor gründen und als vor 21 Jahren die Landfrauentage vom Unterallgäuer Bäuerinnenchor gestaltet wurden, hat es unseren Damen so gut gefallen, dass sie selbst singen wollten.“ Der Ansturm war enorm, bis zu 65 Frauen waren in Höchstzeiten dabei, sodass der Chor sogar einen Aufnahmestopp verhängen musste. Jetzt sind 50 Sängerinnen mit Herzblut dabei und folgen ihrem Chorleiter, Rupert Reitberger, gesanglich überall hin.

Geburtstagsfest mit „Patenkindern“

Auch der Augsburger Landfrauenchor, unter der Leitung von Rudolf Piehlmayer, kann ähnliches berichten. Die Vorsitzende Thekla Braun und ihre Freundin Anni Fries waren vor 21 Jahren sehr am Chorgesang interessiert und als Leni Lampert mit großer Begeisterung von „ihrem“ Chor erzählte, war es um sie geschehen und spontan meldeten sich 35 Frauen an. „Das war der Beginn dieser Patenschaft.“ Die ersten einstudierten Lieder waren damals aus der Gesangsmappe der Unterallgäuerinnen. Und noch heute sind es die Lieblingslieder der Augsburgerinnen.

Zum Jubiläumskonzert in Breitenbrunn gaben sich beide „Patenkinder“ ein Stelldichein, um Gastgebern und Publikum klingende Kostproben ihrer Arbeit zu servieren. Ein wahrer Hörgenuss war also garantiert.

Die hauseigene Stubenmusik des Unterallgäuer Bäuerinnenchors verwöhnte zu Beginn mit Gitarre, Zither und Akkordeon. Danach sangen die Bäuerinnen „Hei! Grüaß di Gott, Ländle“.

Dieses Allgäu-Schwäbische Lied war im Gründungsjahr 1975 eines der ersten Lieder, das sie einstudiert haben, berichtete Irmgard Maier. Stimmungsvoll empfingen sie die zahlreichen Zuhörer mit dem Stück „Willkommen“ und brachten den „Zauber der Musik“ dar.

Auch der Landfrauenchor Aichach-Friedberg zeigte sich stimmgewaltig mit „Bella Bimba“, „Frosch und Fröschin“ und „Der Boarische Postillion“.

Mit ihrem Sologesang beim „Lied der Berge“ und beim „Feierobnd-Lied“ sorgte Anita Gail für Gänsehaut beim Publikum.

Auch der Augsburger Landfrauenchor stand ihnen in nichts nach und so sangen die Damen das anspruchsvolle Stück „Die Forelle“ und „Bolero der Herzen“. Die Chorhymne „Ein Likörchen für das Frauenchörchen“ durfte ebenfalls nicht fehlen.

Lang anhaltender Applaus war den drei Chören bei diesen Darbietungen sicher und so erklatschten sich die Zuhörer eine gemeinsam gesungene Zugabe. Am Ende wurden die Gründungsmitglieder Irmgard Gropper, Maria Sirch, Mini Meichelböck, Ingrid Wiederseiner, Leni Lampert, Barbara Suiter und Marianne Frei mit einem Blumengruß geehrt. Mit der Musikgruppe „ÖHA“ aus Unterrieden fand der runde Geburtstag einen passenden Abschluss.

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