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Konzert

28.08.2019

Gedankenspiele rund um die Zukunft des Klosters

Das Kurchorchester Musica Hungarica spielte die Lieblingsstücke der Schriftstellerin Katherine Mansfield. Bei den Besuchern ergab sich eine muntere Diskussion über mögliche Lösungen für das Kloster.
Bild: Maria Schmid

Katharine Mansfield stand im Mittelpunkt der Serenade im Museumsgarten

Immer wenn das Streichquartett des Kurorchesters Musica Hungarica die Saiten klingen lässt, sind es besondere Momente, ganz gleich, ob sie bei Konzerten im Kurpark im Rosarium oder beim diesjährigen „Sommerabend“ im Garten des Sebastian-Kneipp-Museums im Dominikanerinnenkloster stattfinden.

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Im Mittelpunkt der Serenade dieses Abends stand Katherine Mansfield (1888 - 1923). Sie erzählte von ihren Erlebnissen „In einer deutschen Pension“. Über die Schriftstellerin hielt Michael Scharpf einen sehr interessanten Vortrag. Da die Plätze im Vortragsraum nicht ausreichten, kamen etliche Gäste bereits früher in den Garten um auf den Auftritt des Streichquartetts zu warten.

Das spielte zur großen Freude des Publikums Lieblingsstücke der Schriftstellerin, die auch sie immer wieder gerne hören. Bei der romantischen Atmosphäre mit brennenden Fackeln und Kerzen hörten sie die „Ungarischen Tänze 4 und 5“ von Johannes Brahms. Eine heitere Komposition von Johann und Joseph Strauß war die „Pizzicato-Polka“.

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Dafür legten die Musiker ihre Bögen beiseite und zupften die Saiten. Ein besonderes Vergnügen machten sie sich und ihren Gästen mit der eigenen Choreographie. Sie nannten sie die „Schnupfenpolka“, da sie zwischendurch leise und zum Schluss einmal kräftig niesten.

Es erklang eine Sonate von Gioachino Rossini ebenso wie ein Werk von Georg Friedrich Händel und die „Kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Viel zu schnell war dieses Konzert zu Ende. Es stellte sich die Frage, was wäre wenn das Kloster aufgegeben werden müsste?

Wie könnte es weiter gehen? Da waren sich einige der Gäste völlig einig: „Das Kloster muss mit Leben erfüllt werden.“ Was wäre die beste Lösung? Ingrid Theimer sagte: „Ich könnte mir das schon vorstellen, das Rathaus in das Kloster zu verlegen. Es ist stadtnah und gut zu erreichen.“ Gertrud und Kurt Leuterer sind da ganz anderer Ansicht. Sie meinten, das Kloster zum Rathaus umzubauen, das wäre zu kostspielig. Sie seien für eine gründliche Renovierung des jetzigen Rathauses.

Das Kloster ließe sich umgestalten wie es bei der Abtei der Benediktinerinnen Frauenwörth im Chiemsee gelungen sei. Räume für Tagungs- und Seminargäste gebe es doch reichlich. Vielleicht könne die KurOase im Kloster, das Hotel der Kolping-Gruppe, erweitert werden. Brigitte Antichi sprach sich für den Umzug des Rathauses ins Kloster aus. Dafür waren auch Berta und Franz Seemüller.

Das Kloster gehöre zu Bad Wörishofen und müsse mit Leben erfüllt werden. Dazu gehöre das Mehrgenerationenhaus, das sich im Kloster befindet. Das sei eine hervorragende Institution und solle nicht nur erhalten, es könne auch erweitert werden. Und wo gebe es einen so schönen und wertvollen Saal wie den Festsaal im Dominikanerinnenkloster?

Alles das sollte erhalten werden. Es gehöre zu Bad Wörishofen und dürfe nicht aufgegeben werden. Kurdirektorin Petra Nocker bedankte sich nicht nur bei Michael Scharpf für den leidenschaftlich gehaltenen Vortrag über Katherine Mansfield sondern auch bei allen, die zu diesem gelungenen Abend beitrugen.

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