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23.08.2019

Gemeindehaus: Bürgerliste tarockt nach

Kritik an den gestiegenen Baukosten

Das Ramminger Gemeindehaus ist fertig, Ende Juli wurde der Neubau auch offiziell seiner Bestimmung übergeben und mit einem Festakt und „Tag der offenen Tür“ gefeiert. Wie berichtet, schwärmte Bürgermeister Anton Schwele in seiner Rede vom „größten Hochbauprojekt in der Geschichte der Gemeinde“ mit Gesamt kosten von rund 2,8 Millionen Euro.

Die Bürgerliste Rammingen, die drei Gemeinderäte in Rammingen stellt, nahm dies zum Anlass, auf ihrer Homepage nocheinmal dazu Stellung zu beziehen und an die Geschichte des Ramminger Gemeindehauses zu erinnern.

Bürgerliste-Mitglied Sigmund Kott spart dabei auch nicht mit indirekter Kritik an „Bürgermeister mit seinen Vertretern“, die damals mit Baukosten von 1,5 Millionen Euro kalkuliert hätten. Die Vertreter des Bürgerbegehrens hätten schon damals Kosten von 2,85 Millionen Euro berechnet, so Kott. Es kam dann Anfang 2016 zum Bürgerentscheid, der deutlich zugunsten der Befürworter des Neubaus ausfiel: 74,58 Prozent stimmten damals für den Bau des Gemeindehauses, 25,42 Prozent dagegen.

Sigmund Kott stellt jetzt erneut die Frage: „Waren die dargestellten günstiger kalkulierten Baukosten nicht ausschlaggebend für die hohe Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger Rammingens für das neue Gemeindehaus ohne Verschuldung?“. Das Vertrauen sei damals groß gewesen, so Kott, jedoch sei „die Enttäuschung vieler größer, als schon im Vorjahr die Baukosten bereits auf eine Höhe von ca. 2,8 Millionen Euro gestiegen sind“. Kott fragt weiter: „Wofür wird heuer aufgrund von ’sehr hohen Investitionen der vergangenen Jahre’ ein Darlehen zur Zwischenfinanzierung nötig?“ Kott will unter anderem wissen, ob mit den „sehr hohen Investitionen“ das neue Gemeindehaus gemeint sei. Er fordert daher im Namen der Bürgerliste eine Rechnungsprüfung, denn: „Dies würde wirtschaftliches Handeln, Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit bei der Verwendung öffentlicher Mittel zeigen“. Kott ist überzeugt, dass die Ramminger darauf einen Anspruch haben: „Die Kosten für Bau, Unterhalt und Betrieb tragen die Bürgerinnen und Bürger“.

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