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Mindelheim

18.02.2018

Gesichter und Geschichten

Ganz nah an ihre Motive heran wagt sich Susanne Kracht bei den Porträts von Tieren und Menschen. Ihre Bilder sind noch bis Ende Februar im Salon des Mindelheimer Kunstvereins zu sehen.
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Ganz nah an ihre Motive heran wagt sich Susanne Kracht bei den Porträts von Tieren und Menschen. Ihre Bilder sind noch bis Ende Februar im Salon des Mindelheimer Kunstvereins zu sehen.

Susanne Kracht zeigt ihre Bilder im Mindelheimer Salon. Die gelernte Grafikerin hat mehrere Leidenschaften.

„Rinkieken“ heißt die zweite Ausstellung des Kunstvereins Mindelheim in diesem Jahr. Die aus Hamburg stammende Susanne Kracht, die schon seit einigen Jahren im Unterallgäu lebt, begrüßte zur Vernissage zahlreiche Gäste mit einem „Hamburger Abend“: Musik, Kaffeebar sowie Spezialitäten aus ihrer Heimat. Nach den Keramiken von Rita Stadler und den Landschaftsaquarellen von Franz Scherer beherrschen nun Krachts Gesichter und Geschichten die Bühne des Salons.

Die gelernte Grafikerin malt gern großformatige Acrylbilder. Oft sind es Porträts von Tieren oder Menschen. Ihren Tieren tritt sie besonders nahe, so nahe bis sie Auge in Auge mit ihnen steht. Genau diesen Augenblick bannt sie in ihr Bild. Diese Nähe, die beinahe eine Berührung impliziert, sorgt für eine ungeheuer intime Atmosphäre und Vertrautheit zwischen der Malerin und ihren Objekten.

Ihr Bild gewann den Publikumspreis bei der Ausstellung im Mindelheimer Forum

Es sind natürlich die Augen, die im Zentrum der Bilder von Kracht stehen und den Blick des Betrachters auf sich ziehen, die zwar hypnotisch wirken, aber nie bedrohlich. Vielmehr vermitteln sie das Einverständnis für dieses Porträt, keine Unterwerfung, sondern eine Begegnung auf Augenhöhe wie etwa bei dem Schneeleopard, der zuletzt bei der Mitgliederausstellung im Forum den Publikumspreis gewonnen hat, oder auch bei dem Tiger. Beide haben die kraftvolle Ausstrahlung ihrer wilden Natur nicht verloren, aber dennoch diese Nähe zugelassen.

Auch die Menschenporträts finden ihre Mitte in dem ausdrucksvollen Blick, der auf manche melancholisch oder ernst wirken mag, suchend auf alle Fälle, nicht so eigenständig wie der Ausdruck in den Augen der Tiere. Die Menschenbilder haben noch eine ganz eigene, intensive Stimmung, die auch durch die starke Farbigkeit betont wird, mal konsequent in Blautönen, ein anderes Mal in Rot gehalten. Es sind Blicke, die man als Betrachter aushalten können muss, denen man sich allerdings ebenso schwer entziehen kann.

Der Eisbär ist ein beliebtes Motiv

Kracht hat jedoch noch eine andere Leidenschaft: die Illustration von Büchern. Und so schmücken zahlreiche kleinformatige Aquarelle den Salon, tauchen ihn in zarte Farben und liebevolle Szenen mit Eisbären, Enten, Katzen und einem kleinen Stier, entführen zu einer Bootsfahrt vor einem satten runden Mond oder mitten hinein in eine Umarmung von Eisbär und Ente. Warum sich der Eisbär zu einem so beliebten Motiv in Krachts Bildern entwickelt hat, weiß sie gar nicht mehr so richtig. Das Bärengesicht gefalle ihr sehr; die Gegensätzlichkeit zwischen Eisbär und Ente ebenso. In ihren Bilderwelten sind Eisbär und Ente beste Freunde und jedes Bild erzählt eine wunderbare Geschichte davon, sodass man diese am liebsten sofort mit nach Hause nehmen möchte.

Öffnungszeiten Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar dienstags und mittwochs von 17 bis 19 Uhr und zusätzlich samstags von 11 bis 14 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

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